Region: Augsburg Stadt

Corona-Studie "Augsburg Plus": Klinikum sucht Kindergärten und Schulen als Teilnehmer

(Symbolbild) Das Universitätsklinikum sucht für die Corona-Studie "Augsburg Plus" Kinder und Jugendliche von Augsburger Kindergärten und Schulen.

Das Augsburger Universitätsklinikum sucht für eine Corona-Studie teilnehmende Kindergärten und Grundschulen. Labormediziner, Kinderärzte, Epidemiologen und Hygieniker wollen an insgesamt 480 freiwilligen Kindern und Jugendlichen unter anderem nachweisen, wie dynamisch sich das Infektionsgeschehen in Augsburger Kindergärten, Grund- und weiterführenden Schulen über einen Zeitraum von sechs Monaten darstellt.

Der Inzidenzwert lag in der Fuggerstadt während der zweiten Infektionswelle im November, Dezember deutschlandweit unter den höchsten. Um Eltern vor allem in systemrelevanten Berufen zu ermöglichen, zur Arbeit zu gehen, blieben die Grund-, Mittel- und Förderschulen sowie Kitas dennoch zunächst weiter geöffnet.

"Auch vor diesem Hintergrund soll daher systematisch untersucht werden, wie hoch bereits die aktuelle Immunitätslage gegen SARS-CoV-2 bei Kindern in Augsburger Kindergärten und Grundschulen ist und wie effektiv sich verschiedene Hygienemodelle auswirken", heißt es in einer Pressemitteilung des Universitätsklinikums. Die Studie "Augsburg Plus" wird 160 Kinder aus vier bis fünf Kindergärten, 160 Kinder aus vier bis fünf Grundschulen sowie 160 Schüler bis 16 Jahre aus zwei Mittelschulen, einer Realschule und zwei Gymnasien innerhalb von sechs Monaten insgesamt dreimal auf das Coronavirus testen, deren Einrichtungsleiter mit der Teilnahme einverstanden sind. Dabei soll besonders auf die Unterschiede zwischen den Altersgruppen geachtet werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt der Studie soll sein, ob positive Einflüsse durch Hygienemaßnahmen im Ausbreitungsgeschehen erkennbar sind und, wenn ja, welche Maßnahmen sich als besonders effektiv herausgestellt haben. Untersucht werden die freiwilligen Probanden im Beisein eines Elternteils ausschließlich in der Abteilung Epidemiologie des Universitätsklinikums in der Alten Kinderklinik.

"Eine Besonderheit der Augsburg Plus-Studie ist die Aufforderung an die Kindergärten und Schulen, sich dem Thema ,Corona-Hygienemaßnahmen' kreativ zu nähern und Bilder, Reime, Lieder, Videos oder andere Darstellungen herzustellen", berichten die Verantwortlichen. Wieder ganz wissenschaftlich soll die Studie dann zeigen, ob durch die aktive und emotionale Einbindung der Kinder mithilfe eines Wettbewerbes eine Reduktion der Infektionszahlen erreicht werden kann.

Studienleiterin Dr. Katrin Burkhardt vom Institut für Labormedizin und Mikrobiologie am Klinikum betont, „dass wir auch Klassen und Gruppen testen können, die sich ohnehin in Quarantäne befinden“. Kindergärten und Grundschulen, die an der Studie teilnehmen wollen, sollen Kontakt mit Vincenza Leone unter Telefon 0821/400-165581 oder per E-Mail an v.leone[at]unika-t[dot]de aufnehmen. (pm)

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