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Corona-Zahlen in Augsburg steigen weiter – Sieben-Tage-Inzidenz liegt nun bei 341

385 Corona-Neuinfektionen meldet die Stadt Augsburg am Montagabend.

Die Corona-Situation in Augsburg wird immer brisanter. 385 Neuinfektionen meldet die Stadt Augsburg am Montagabend. Verzögerte Labormeldungen, steigende Fallzahlen und lokale Ausbruchsgeschehen führen zu einem deutlichen Anstieg der Inzidenz. Zudem gibt es den 22. Todesfall im Stadtgebiet Augsburg zu beklagen.

Die Stadt Augsburg meldet 385 neue Covid-19-Fälle über das Wochenende. In den zurückliegenden sieben Tagen wurden somit 1017 Corona-Neuinfektionen im Stadtgebiet gemeldet. Das entspricht aktuell etwa 341,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. In über 300 Fällen ist laut Gesundheitsreferent Reiner Erben die Infektionsquelle noch unbekannt. Hinzu kommen Infektions-Cluster in sieben Seniorenheimen und in sechs Flüchtlings-Einrichtungen.

Ein zusätzlicher Grund für die hohe Anzahl an Neuinfektionen am Wochenende sei die bundesweit zu beobachtende steigende Auslastung der Labore. Dadurch komme es auch zu einer Verzögerung bei der Übermittlung der Testergebnisse. Am Wochenende seien deshalb viele positive Testergebnisse von Personen eingegangen, die bereits Anfang der vergangenen Woche getestet worden waren.

Auch bei der Übermittlung der Testergebnisse aus dem Augsburger Testzentrum komme es momentan zu einer Verzögerung von bis zu 72 Stunden. Die Hauptursache liege einerseits in den gestiegenen Testzahlen, aber auch an den immer häufiger werdenden positiven Abstrichen, welche die Bearbeitungszeit verlängern. "Bezogen auf das Augsburger Testzentrum wird in dieser Woche mit einer Rückkehr der Bearbeitungszeit zurück auf die 48 Stunden gerechnet", so die Stadt Augsburg.

Mit den aktuellen Zahlen wurden seit Beginn der Pandemie nun insgesamt 3221 Corona-Fälle in Augsburg nachgewiesen. Am Sonntag musste das Gesundheitsamt zudem den 22. Coronavirus-Todesfall registrieren. Es handle sich um einen männlichen Patienten, Jahrgang 1939, so die Stadt Augsburg.

Im Hospital-Stift steigt die Anzahl der Corona-Positiven auf 28 Bewohner

Das Hospital-Stift meldete indes zehn weitere positive Covid-19-Testergebnisse. 28 Bewohner und vier Mitarbeiter sind betroffen. Für 69 Senioren liege das Testergebnis am Montag noch nicht vor.

Im Zuge einer Reihentestung war vergangene Woche zudem im Sander-Stift eine Bewohnerin positiv getestet worden. Nachdem das Testergebnis am Freitagabend vorlag, wurde am Samstagvormittag bei 24 Kontaktpersonen ein Antigen-Schnelltest durchgeführt. "Bereits zur Mittagszeit lagen die negativen Covid-19-Ergebnisse vor", berichtet die Stadt. In einem zweiten Schritt würden jetzt PCR-Testungen durchgeführt. Der Gesundheitszustand der Seniorin, welche sich in Quarantäne befindet, sei glücklicherweise stabil.

Die Anzahl der Corona-Neuinfektionen musste auch das Seniorenzentrum Lechrain aktualisieren. Am Montagvormittag teilte Einrichtungsleiterin Petra Fachet der Stadt mit, erstmals eine positiv getestete Bewohnerin zu haben. Diese befindet sich aufgrund eines anderen gesundheitlichen Problems im Krankenhaus, wo sie routinemäßig auf Covid-19 getestet wurde. "Nach Bekanntwerden des Testergebnisses wurde der betroffene Wohnbereich sicherheitshalber sofort isoliert", so die Stadt. In einem anderen Wohnbereich wurde von einer Mitarbeiterin ebenfalls ein positives Covid-19-Testergebnis gemeldet. "In der Folge wurden sofort weitere Antigen-Schnelltests und PCR-Reihentestungen der Kontaktpersonen vorgenommen."

Insgesamt habe man die schwierige Situation noch im Griff, sagte Werkleiterin Susanne Greger am Montag. Die Einrichtungen mit positiven Covid-19-Fällen müssten allerdings in der aktuellen Lage einen Besuchsstopp in den betroffenen Wohnbereichen verhängen. Hygienepläne und Krisenteams sowie die Testkonzepte hätten seit dem Frühjahr Infektionen aus den Häusern ferngehalten. Bisher sei auch Schutzausrüstung ausreichend vorhanden. „Ganz ausschließen lässt sich eine Ansteckung trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht“, so die Werkleiterin. (pm)

Kommentare

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Beitrag von LeserReporter: I.- M. Alefelder
03. November 2020 - 00:48

Wenn alle in der Linie 1 Richtung Göggingen ihren Mundschutz auch über die Nase ziehen würden und nicht noch was nebenbei trinken würden, wäre es auch besser. Eine Mitfahrerin hat sich beim Fahrer beschwert - kam nur die Durchsage. Die schon etwas älteren Jugendlichen dachten gar nicht daran, den Mundschutz richtig auf zusetzen, haben sich darüber noch lustig gemacht. Das kommt auf dieser Linie immer und immer wieder vor.

 


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