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„Auf geht’s“ für junge Menschen im Bistum Augsburg

Das UP-Leitungsteam um Pfarrer Benedikt Huber lässt nicht nur Konfetti für den ersten Jahrgang in 2023 regnen. Die inhaltlichen Säulen des mehr als neunmonatigen Orientierungsjahres sind Berufsorientierung, tätige Nächstenliebe, geistliches Leben, Wissensvermittlung und Gemeinschaft.

Jungen Menschen stehen in Deutschland viele Wege und Möglichkeiten offen, wie sie ihr Leben und ihre berufliche Zukunft gestalten wollen. Das sei einerseits eine schöne Vielfalt, doch könne diese andererseits auch Angst machen. So umreißt Pfarrer Benedikt Huber den Ausgangspunkt für das christliche Orientierungsjahr, das im Bistum Augsburg angeboten wird. Huber ist Leiter des Programms, das im kommenden Jahr unter dem neuen Namen "UP" und mit verändertem Konzept starten soll. Im Oktober 2023 sollen die ersten jungen Frauen und Männer in die Wohngemeinschaft inmitten der Augsburger Altstadt einziehen. Die Bewerbungsfrist geht bis Ende März.

"Die eigenen Stärken entdecken und ausbauen, die persönliche Beziehung zu Gott intensiver leben und die Weichen für die Zukunft stellen", so beschreibt das Bistum die drei Eckpfeiler des neuen christlichen Orientierungsjahrs „UP“ im Bistum Augsburg. Den Anstoß zur Neukonzeptionierung des seit Juli 2021 pausierenden Orientierungsjahrs „Basical“ hatte Bischof Bertram Meier gegeben. „Es soll ein Lernort werden für Weite und Offenheit, fürs Suchen und Fragen, vor allem aber für die nötige Freiheit zu einem tragenden Lebensentwurf, der Entscheidungsfindung für Beruf und Berufung“, formulierte es Bischof Meier bei einer Predigt während der Ulrichswoche 2021.

Die Arbeitsgruppe zur Neukonzeption machte sich ans Werk und stellte "UP" als neues Konzept für das christliche Orientierungsjahr erstmals auf dem diözesanen Weltjugendtag in Mindelheim vor. "UP" richtet sich an junge Erwachsene zwischen 18 und 26 Jahren, die sich nach Schulabschluss oder Lehre noch nicht im Klaren darüber sind, wie es für sie weitergehen soll. Als einzige Voraussetzung neben der Altersbeschränkung nennt Pfarrer Huber die Lust darauf mitzumachen. "Das ist entscheidend", so Huber. Bewerber würden nicht nach ihrem Engagement in kirchlichen Einrichtungen gefragt; sie müssten auch nicht katholisch oder getauft sein, stellt Huber in einem Interview mit Katholisch1.tv klar.

Auf die Teilnehmer warten rund neun Monate, in denen sie sich ganz auf ihre Fragen rund um die eigene Zukunft konzentrieren können. Bei ihrer Suche nach Antworten auf diese Fragen möchte Pfarrer Benedikt Huber als Leiter gemeinsam mit Veronika Halemba und Tobias Riegger die Frauen und Männer begleiten und unterstützen.

Inhaltliche Schwerpunkte des Orientierungsjahres seien Berufsorientierung, tätige Nächstenliebe, geistliches Leben, Wissensvermittlung und Gemeinschaft. „Am eindrücklichsten lernen wir durch eigene Erfahrungen. Daher ist es uns ein großes Anliegen, Raum zum ‚Selbst-Ausprobieren‛ zu schaffen", erklärt Huber. In zwei mehrwöchigen Praktikumsblöcken sollen die Teilnehmenden ins Berufsleben hineinschnuppern. "Das kann eine Werbeagentur sein, es kann aber auch bei einer Bäckerei sein", sagt Huber. Hier sollen die Teilnehmer ihren eigenen Neigungen nachgehen. Es gebe zudem auch Hilfestellungen für Bewerbungsschreiben und Vorstellungsgespräche.

Weiter gehört zum Programm ein wöchentlicher Diakonietag in sozialen Einrichtungen. Dort sollen die Teilnehmer "tätig werden, um ihren Horizont zu weiten und im Kontakt am Nächsten zu wachsen“, so Huber. Zudem lernten sie den Reichtum christlicher Spiritualität sowie kirchlicher Traditionen und Aufbrüche kennen.

Pfarrer Huber ist gespannt auf das neue Abenteuer UP und die gemeinsame Suche nach Gott, Sinn und Orientierung für das Leben: „Die Zusammenarbeit mit jungen Menschen ist mir sehr wichtig. Ihre Lebensfreude, ihr wacher Blick auf die Welt und ihr beherztes Anpacken sind für mich selbst Jungbrunnen und Motivation.“

Das christliche Orientierungsjahr „UP“ ist ein Angebot der Abteilung „Berufe der Kirche“ innerhalb der Hauptabteilung III Evangelisierung-Jugend-Berufung. Der Leiter der Hauptabteilung Domvikar Andreas Miesen ist zufrieden, dass es nach der Phase der Konzeptarbeit im kommenden Jahr an den Start gehen wird. „Kirche vollzieht ihr Wesen, wenn Menschen ihre Berufung leben", ist er überzeugt.

Auch Bischof Bertram freut sich, dass es beim Jahr der Orientierung einen Neustart gibt: „Der Name UP spricht Bände, auf Bayerisch heißt das ‚Auf geht‘s!‛" Er könne es kaum erwarten, dass der erste Jahrgang mit dem Ziel startet, "dass junge Menschen aufrecht in ihr eigenes Leben starten können“.

Die Anmeldefrist für den ersten UP-Jahrgang 2023/24 läuft bis zum 31. März 2023. Bis dahin haben junge Erwachsene im Alter von 18 bis 26 Jahren die Möglichkeit, sich zu bewerben. Mehr Informationen rund um das Orientierungsjahr (Bewerbung, Fragen und Antworten) gibt es auf der Seite www.up-augsburg.de oder auf dem Instagramkanal „up_aux“. (mh)

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