Region: Augsburg Stadt

Zum großen Ärger der Helfer: Seit Beginn der Pandemie entsorgen immer mehr Menschen Müll in Kleidersammelbehältern

Das Team „Standortmanagement“ der Aktion Hoffnung (von links): Dorothee Kolbe, Gisela Bandhauer und Franz Hiermeier.

Die Aktion Hoffnung beklagt: Immer mehr Menschen entsorgen ihren Müll in Kleidersammelbehältern.

Für die Aktion Hoffnung werden Müllablagerungen in und an den Kleidersammelbehältern immer mehr zum Problem. Besonders seit Beginn der Corona-Pandemie sei vermehrt festzustellen, dass viele "nicht mehr benötigte Gegenstände aller Art am Kleiderbehälter abstellen, anstatt sie im Wertstoffhof ordnungsgemäß zu entsorgen", so die Hilfsorganisation des Bistum Augsburg. Die Aktion Hoffnung habe sich vertraglich gegenüber Landkreisen, Kommunen und Privatpersonen verpflichtet, auch das Umfeld des Behälters sauber zu halten und müsse deswegen Müllablagerungen auf ihre Kosten entsorgen. „Wir sind zu jeder Zeit bemüht, sowohl die zeitnahe Entleerung der Behälter sicherzustellen als auch ein Vermüllen des Platzes zu vermeiden. Es ist ein großer Aufwand und eine finanzielle Belastung, den Müll von den Kleiderspenden zu trennen und zu entsorgen“, sagt Johannes Müller, Geschäftsführer der Aktion Hoffnung.

Die Hilfsorganisation bittet daher, keine Sammeltüten vor oder neben überfüllte Kleiderbehälter zu stellen. Wer eine "außerordentliche Überfüllung des Behälters" bemerkt, wird gebeten, dies an die Aktion Hoffnung zu melden. Und vor allem: "Entsorgen Sie Hausrat, Gartenabfälle und sonstigen Müll am Wertstoffhof beziehungsweise über die Hausmülltonne." Bei der Entsorgung nicht textiler Abfälle über einen Kleidersammelbehälter "handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, die mit Geldbußen geahndet wird", betont die Aktion Hoffnung und weist darauf hin, dass alle Müllablagerungen zur Anzeige gebracht und verfolgt werden.

Ehrenamtliche Behälterpaten gesucht

Zudem werden „Behälterpaten“ gesucht, die an ihrem Wohnort die Sammelbehälter im Blick haben und Meldung bei Verunreinigungen machen. „Schon ein abendlicher Spaziergang würde helfen, den Behälterstellplatz regelmäßig zu kontrollieren", betont Johannes Müller.

So spenden Sie richtig

Das gehört – gut erhalten und in Tüten verpackt – in die Kleidersammlung: Damen-, Herren- und Kinderkleidung, paarweise gebündelte Schuhe, Handtaschen und Accessoires, Faschingskleidung und Trachten, Bett-, Tisch- und Haushaltswäsche. Das gehört nicht in die Kleidersammlung: Verwaschene, sehr altmodische, abgetragene Kleidung, kaputte und verschmutzte Kleidung, Lumpen und Schneiderabfälle, kaputte und verschmutzte Schuhe, Skischuhe, Schlittschuhe, nicht textile Abfälle jeglicher Art. Service-Telefon zur Meldung überfüllter Sammelbehälter: 0821/3166-3601 oder info[at]aktion-hoffnung.de[dot] Weitere Informationen zur Aktion Hoffnung unter www.aktion-hoffnung.de. (pm)

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