Region: Augsburg Stadt

Nach Massenveranstaltungen: Stadt prüft 2G-Regelung für Außengastronomie

Die Weihnachtsmärkte wurden abgesagt. Aber die Möglichkeit für Gastronomen, "in Außenbereichen hunderte Menschen zu bewirten, wurde leider ausgenutzt", kritisiert Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber, nachdem am Wochenende Gastronomen "große Freiluftveranstaltungen" gefeiert hätten.

Nachdem das Restaurant Palladio vor einigen Wochen aus Protest gegen die Corona-Regeln und den Ausschluss von Ungeimpften vorübergehend schloss, wurde nun auf der Restaurant-Terrasse ein vorweihnachtlicher Imbissbetrieb veranstaltet. Jetzt reagiert die Stadt Augsburg, der mehrere "teils größere Veranstaltungen im Freien" am Wochenende nicht gepasst haben.

Die Stadt schreibt in einer Pressemitteilung von "großen Freiluftveranstaltungen", die nun die Stadtspitze auf den Plan rufen. Die Stadtregierung denke über eine "mögliche Verschärfung" der Corona-Maßnahmen für die Gastronomie nach. Oberbürgermeisterin Eva Weber wird mit den Worten zitiert: "Nicht alles, was erlaubt ist, sollte in diesen extremen Pandemiezeiten auch gemacht werden."

Mitunter seien am Wochenende hunderte Menschen angezogen worden, so die Stadt Augsburg.

Der Freistaat habe es versäumt, klare Verhältnisse zu schaffen

Im Moment gilt lediglich für Innenbereiche der Gastronomie die 2G-Regelung. Die Stadt prüfe nun 2G auch für Außenbereiche. „Leider hat das vergangene Wochenende die Notwendigkeit stärkerer Schutzmaßnahmen zu Tage gebracht", sagt Weber. Das Fehlverhalten einiger Weniger "könnte nun ein weiteres Mal zu einer Verschärfung für Alle führen". Der Freistaat habe es versäumt, an dieser Stelle klare Verhältnisse zu schaffen. Die Weihnachtsmärkte seien abgesagt worden. Aber die Möglichkeit für Gastronomen, "in Außenbereichen hunderte Menschen zu bewirten, wurde leider ausgenutzt."

"Nicht enden wollender Corona-Albtraum"

Und das, obwohl die Lage "ernster denn je" sei. "Ohne das Zutun Aller, kommen wir aus diesem nicht enden wollenden Corona-Albtraum nicht heraus", betont Weber.

Ordnungsreferent Frank Pintsch ergänzt: „Die Infektionsgefahr und damit die Gefahr, schwer zu erkranken, ist nach wie vor sehr hoch – und wird durch neue Virusvarianten nicht besser." Ganz entscheidend und dringender als je zuvor sei die Selbstverantwortung Aller. (pm/jaf)

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