Region: Augsburg Stadt

Orpheus als mythische Figur - »Wort zum Sonntag« über »Orfeo ed Euridice«

von LeserReporter Staatstheater Augsburg

Das Staatstheater Augsburg lädt ein, in der Reihe »Wort zum Sonntag« gemeinsam mit dem Theologen Dr. Reiner Anselm den Mythos des Orpheus zu ergründen. Nach der Premiere der Oper »Orfeo und Euridice« im Oktober 2020 im martini-Park wird damit nun die geistesgeschichtliche und ethische Dimension dieses Mythos ausgelotet.  

Die Spielstätten des Staatstheaters sind zwar, wie angekündigt, bis zum 31. Januar 2021 geschlossen, doch die Theaterpredigten sind traditionell in eine gottesdienstliche Feier eingebettet und können somit weiterhin stattfinden.

Die neue Ausgabe des »Wort zum Sonntag« bezieht sich auf André Bückers Inszenierung von Chr. W. Glucks frühklassischer Oper »Orfeo ed Euridice«, die –– als einzigartiger Musik- und Bühnengenuss – im Oktober 2020 seine Premiere erlebte. Beeindruckend sind auch die geisteswissenschaftlichen und ethischen Dimensionen des Werkes: Der legendäre Orpheus-Mythos berührt Grundfragen unseres Seins und Zusammenlebens, wie Liebe und Treue, Leben und Tod, die heute noch so aktuell sind wie damals. Prof. Dr. Reiner Anselm nimmt in seinem »Wort zum Sonntag« den Mythos aus theologischer und ethischer Sicht in den Blick. Künstlerische Beiträge des Staatstheater Augsburg rahmen seine Predigt.

Der evangelische Theologe Prof. Reiner Anselm hält seit 2014/15 den Lehrstuhl für Systematische Theologie und Ethik an der LMU München inne. Er gründete 2008 gemeinsam mit Ulrich H. J. Körtner die wissenschaftliche Publikationsreihe »Edition Ethik«, ist seit 2013 stellvertretender Sprecher des DFG-Projekts »Der Protestantismus in den ethischen Debatten der Bundesrepublik Deutschland 1949–1989« und seit 2014 Mitglied der Ethikkommission des Freistaats Bayern.

Bei Besuch der Veranstaltung gelten die dann aktuellen Hygiene-Vorschriften der Moritzkirche, um deren Berücksichtigung wir das Publikum bitten.

So 24.1.2021 16:00 | St. Moritz (Eintritt frei / Freie Platzwahl)

»Wort zum Sonntag«
Die Theaterpredigten des Staatstheater Augsburg
Kirche und Theater, zwei wichtige Kulturräume der Stadtgesellschaft, haben viele Gemeinsamkeiten: Hier wie dort werden die großen Fragen zu Sinn, Zusammenleben und der Rolle des Menschen in der Welt gestellt. Im Rahmen einer nachmittäglichen liturgischen Feier wird bei den Augsburger Theaterpredigten regelmäßig in den Kirchengemeinden St. Moritz und St. Anna über ein Werk des aktuellen Spielplans und dessen Inszenierung »gepredigt«. In den vergangenen Spielzeiten bereicherten u. a. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Annette Schavan und Gregor Gysi den Dialog über das Theater und die Welt.

In dieser Spielzeit zu:
»Die Physiker«, »Orfeo ed Euridice«, »Winterreise«, »Wittgensteins Mätresse«

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