Region: Augsburg Stadt

Das sind die Pläne für den Fugger-Pavillon auf dem Augsburger Rathausplatz

Im Pavillon auf dem Augsburger Rathausplatz wollen die Fuggerschen Stiftungen unter anderem mit Augsburgern, Besuchern und Touristen ins Gespräch kommen, das Modell einer "Fuggerei der Zukunft" präsentieren und dieses in Workshops weiterentwickeln. Der Pavillon soll im kommenden Frühjahr aufgebaut werden.

Die Augsburger Fuggerei feiert in dieser Woche ihren Geburtstag. Am Montag begannen die Festivitäten mit einem Empfang in der ältesten Sozialsiedlung der Welt. Der geplante Pavillon auf dem Rathausplatz wurde wegen der Corona-Situation in das kommende Frühjahr verschoben. Die Pläne für den temporären Bau wurden nun vorgestellt.

Seit 500 Jahren gibt es die Fuggerei in Augsburg. Die Nachfahren des Stifters Jakob Fugger wollen nun neue Wege gehen: Die Sozialsiedlung soll als Idee künftig in andere Länder exportiert werden. Ein Stifter aus Litauen und zwei Stifterinnen aus Sierra Leone verkündeten im Zuge der 500-Jahrfeier in der Augsburger Fuggerei, dass in ihren Ländern jeweils eine "Fuggerei der Zukunft" entstehen solle. Neu-Stifter Gintaras Grachauskas und die beiden Stifterinnen Stella Rothenberger mit Rugiatu Neneh Turay planen Siedlungen nach dem Vorbild des Augsburger Originals.

Die "Fuggerei der Zukunft" soll auch Schwerpunkt des geplanten Ausstellungspavillons auf dem Rathausplatz sein. Dieser wird – nach pandemiebedingter Verschiebung – im Mai 2022 aufgebaut, so sehen es die aktuellen Pläne vor. Der Pavillon soll als Begegnungsort dienen. Auf Augsburgs zentralem Platz wollen die Fuggerschen Stiftungen mit den Menschen der Stadt und mit Besuchern und Touristen ins Gespräch kommen. Das Modell der "Fuggerei der Zukunft" soll in Workshops präsentiert und weiterentwickelt werden. Um dieses Konzept mit möglichst großer Beteiligung umsetzen zu können, wird es den Pavillon erst im kommenden Jahr geben. Von 6. Mai an soll dann ein fünfwöchiges internationales Programmfestival stattfinden.

Jacob van Rijs, dessen Architekturbüro Mvrdv den Pavillon geplant hat, präsentierte im Zuge der 500-Jahrfeier den Entwurf für den Bau. Der Pavillon solle gestalterische Elemente der historischen Fuggerei aufgreifen und katapultiere diese "dynamisch-geschwungen in die Zukunft". Die Pläne beinhalten eine Tribüne und einen Aussichtspunkt, beides erbaut aus Hölzern aus den Fuggerschen Stiftungswäldern. (jaf)

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