Region: Augsburg Stadt

Protestaktion für höhere Löhne im Handel: Tarifverhandlungen sollen im Mai beginnen

Mit einer Protestaktion wollten Verdimitglieder und Betriebsräte auf die bevorstehenden Tarifrunden im Bayerischen Handel aufmerksam machen.

Auf der Auftakt-Konferenz der regionalen Tarifkommission im Bezirk Augsburg, haben Betriebsräte und Verdi-Aktive mit einer ersten Protestaktion auf dem Willy-Brandt-Platz in der Augsburger Innenstadt nun auf die im Mai beginnenden Tarifrunden im bayerischen Einzel- und Versandhandel sowie im Groß- und Außenhandel aufmerksam gemacht.

Die Umsätze im Einzelhandel seien trotz der Pandemie im vergangenen Jahr real um 4,3 Prozent gestiegen, sagt Verdi. Das sei der höchste Umsatzanstieg seit 1994. In Bayern habe der Umsatz sogar um 6,4 Prozent zugenommen. „Dieses Umsatzplus ist der Arbeit der Beschäftigten im Einzelhandel zu verdanken. Aber auch für den Großhandel in Bayern können wir feststellen: Ohne die Beschäftigten läuft nichts. Deshalb verdienen sie alle Respekt und Anerkennung, die sich auch im Geldbeutel bemerkbar machen“, erklärt Sylwia Lech, Verdi-Sekretärin für den Handel in Augsburg. Die am 8. und 9. März durch die Verdi Tarifkommissionen beschlossenen Forderungen umfassen eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 4,5 Prozent plus 45 Euro im Monat.

„Darüber hinaus fordert Verdi ein rentenfestes Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde für die Beschäftigten im Einzelhandel und die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge im Handel, um Dumpinglohn-Geschäftsmodelle zum Nachteil der Beschäftigten zu verhindern“, so Sylwia Lech. Die erste Tarifverhandlung im bayerischen Einzel- und Versandhandel findet am 3. Mai in München statt. Die erste Tarifverhandlung im bayerischen Groß- und Außenhandel findet am 10. Mai in München statt. (pm)

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