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"Pseudo-Rückgang" der Corona-Inzidenz: Probleme der Stadt Augsburg bei der Erfassung reißen nicht ab

Das Augsburger Gesundheitsamt hat am Freitag 414 Corona-Neuinfektionen innerhalb der vergangenen 24 Stunden gemeldet.

Die Sieben-Tage-Inzidenz für die Stadt Augsburg sinkt am Freitag weiter – dies ist aber wohl vor allem den Erfassungsproblemen der Stadt geschuldet. Thomas Wibmer, der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamts, sprach am Donnerstag im Stadtrat von einem "Pseudo-Rückgang".

Das Augsburger Gesundheitsamt meldet am Freitag 414 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Die Statistik des Robert-Koch-Instituts weist für Augsburg eine Inzidenz von 848,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner aus. Am Vortag lag der Inzidenzwert bei 909,3. Aufgrund der hohen Anzahl an Fallmeldungen komme es aktuell "zu Verzögerungen bei der Erfassung, Meldung und Darstellung der Infektionszahlen beim RKI", heißt es seit einigen Tagen von der Stadt. Man sei an den Kapazitätsgrenzen, erklärte Wibmer im Stadtrat. Es sei beschlossen worden, zunächst die Infizierten selbst schriftlich zu informieren und erst danach dem Robert-Koch-Institut die Daten zu übermitteln. Wibmer geht davon aus, dass die Meldungen rund zwei Tage im Rückstand seien.

Insgesamt wurden inzwischen 41.569 Corona-Fälle seit Pandemiebeginn im Stadtgebiet Augsburg registriert. Als infiziert gelten aktuell 5.464 Augsburger. Todesfälle mussten insgesamt 562 in Augsburg verzeichnet werden. Bei der jüngst verstorbenen Person, die dem Gesundheitsamt am Donnerstag gemeldet wurde, handelt es sich laut Stadt um eine Patientin des Jahrgangs 1927. (jaf/lat)

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