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Richtig vor der Sonne schützen: Kinderdermatologe des Uniklinikums gibt Tipps

Vor allem das Gesicht ist unbedeckt und vielen Stunden Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Deshalb gilt: Reichlich Sonnencreme auftragen, rät Kinderdermatologe Andreas Weins vom Augsburger Universitätsklinikum.

Sonnenschutz im Kindesalter hat einen hohen Stellenwert, denn ein Großteil der Schäden durch UV-Einstrahlung entsteht bereits im Kindes- und Jugendalter. Das liegt aus Sicht des Universitätsklinikums Augsburg nicht nur daran, dass Kinder durch Sport und Spiel sehr viel Zeit im Freien verbringen, sondern vor allem daran, dass das Risikobewusstsein für die schädlichen UV-Wirkungen noch nicht vorhanden ist.

Hinzu komme, dass die Haut eines Kindes sehr viel empfindlicher sei als die eines Erwachsenen. Dadurch ist sie auch gefährdet, nachhaltig geschädigt zu werden, zum Beispiel durch Sonnenbrände, die einen bedeutenden Risikofaktor für die Entwicklung von Hautkrebs im Erwachsenenalter darstellen.

Durch eine konsequente Umsetzung von Sonnenschutzmaßnahmen im Alltag lassen sich solche Schäden vermeiden. „Sonnenschutz im Kindes- und Jugendalter basiert im Wesentlichen auf vier Säulen“, erklärt Kinderdermatologe Andreas Weins, Oberarzt am Mutter-Kind-Zentrum Schwaben am Universitätsklinikum Augsburg. Neben der Sensibilisierung und Aufklärung über die Risiken sei es vor allem wichtig, längere direkte Aufenthalte in der Sonne zu den Mittagszeiten zu vermeiden und UV-Schutzkleidung wie eine Sonnenbrille oder eine Kappe beziehungsweise einen Hut zu tragen. Die vierte Säule sei der Gebrauch von Sonnencreme, die vor dem Aufenthalt im Freien in ausreichender Menge aufgetragen und regelmäßig erneuert werden sollte. Ideal sei eine Erneuerung etwa alle zwei Stunden sowie gezielt nach vermehrtem Schwitzen oder Schwimmen.

Mindestens so wichtig wie die Höhe des Lichtschutzfaktors einer Sonnencreme sei die ausreichende Menge. Um diese kritische Menge zu erreichen, könne man sich an der so genannten „11-Zonen-2-Finger-Regel“ orientieren: Je zwei Cremestränge entlang von Zeige und Mittelfinger seien nötig um die elf Zonen des Körpers, also Gesicht/Hals, Brust, Bauch, oberer und unterer Rücken, sowie die beiden Ober- und Unterschenkel sowie die Arme einzucremen. (pm)

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