Region: Augsburg Stadt

Soziale Fraktion und ÖDP stellen Antrag zur Wiedereinführung des Fünf-Minuten-Takts

Der Fünf-Minuten-Takt bei den Augsburger Straßenbahnen soll wieder eingeführt werden. Einen entsprechenden Antrag haben SPD, Linke und ÖDP kürzlich gestellt.

Die Straßenbahnen fahren wegen Corona derzeit im 7,5-Minuten-Takt durch Augsburg. Wenn es nach den Stadtwerken geht, soll es auch nach der Pandemie dabei bleiben, das hat das Verkehrsunternehmen bereits Ende Februar erklärt. Oberbürgermeisterin Eva Weber stellte daraufhin im Stadtrat jedoch klar, dass einzig die Stadträte entscheiden können, ob die Stadtwerke zum Fünf-Minuten-Takt zurückkehren oder nicht.

Doch seither war das Thema nicht auf der Tagesordnung des Gremiums zu finden. Nun hat die ÖDP gemeinsam mit der Sozialen Fraktion aus SPD und Linke einen entsprechenden Antrag gestellt, dass die Stadt Augsburg die Wiedereinführung des Fünf-Minuten-Takts für alle Straßenbahnlinien veranlassen soll. Außerdem soll der durchgehende Viertelstunden-Takt bei allen Buslinien bis zum Betriebsende wiedereingeführt werden. "Insbesondere in den Abendstunden wird zudem sichergestellt, dass der Umstieg zwischen Bus und Tram optimal für die Fahrgäste gestaltet wird", heißt es in dem Antrag.

Aus Sicht der Oppositionsparteien sei der derzeitige 7,5-Minuten-Takt schlicht verwirrend, "weil man sich nicht eine bestimmte Abfahrtsminute merken kann", da nur volle Minuten angezeigt werden. Daher würde der Takt zu einem "springenden 7/8-Minuten-Takt" werden. Der große Vorteil am Fünf-Minuten-Takt sei, dass sich der potentielle Kunde keinen Fahrplan merken muss. "Er wartet nie länger als maximal fünf Minuten, wenn er zur Haltestelle geht", so ÖDP, SPD und Linke in ihrem Antrag.

Derzeit wird der 7,5-Minuten-Takt zu Stoßzeiten und je nach Bedarf durch zusätzliche Bahnen verkürzt. Doch auch hier sehen die Antragsteller ein Problem: "Je öfter man Verstärkerzüge tagsüber ein- und aussetzen muss, desto häufiger hat der Verkehrsbetrieb Ein- und Ausrückfahrten, also unproduktive Fahrzeiten, die aber genauso viel kosten wie nutzbare Fahrten", so die Soziale Fraktion und ÖDP und verweisen darauf, dass man seinerzeit aus diesen Erkenntnissen das "Verstärkersystem beendet und den Fünf-Minuten-Takt" eingeführt habe. (pm/pb)

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