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Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Geistlichen aus Bistum Augsburg ein

Die Ermittlungen gegen einen Geistlichen aus dem Bistum Augsburg wurden eingestellt.

Die Ermittlungen gegen einen Geistlichen aus dem Bistum Augsburg aufgrund von Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs wurden eingestellt. Bischof Bertram Meier hatte den Dekan freigestellt, als die Vorwürfe bekannt wurden.

Wie die zuständige Staatsanwaltschaft Memmingen am Freitag in einer Presseerklärung mitteilte, wurde das Ermittlungsverfahren gegen einen Geistlichen aus dem Bistum Augsburg eingestellt. Gegen den Mann bestand der Anfangsverdacht, dass er sich über Jahre hinweg durch mehrere sexualbezogene Handlungen, die gegenüber einer Person erfolgt sein sollen, strafbar gemacht habe. "Die Ermittlungen haben den Anfangsverdacht eines strafrechtlich relevanten Verhaltens nicht bestätigt", schreibt die Staatsanwaltschaft. Weitere Auskünfte könne sie aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes der betroffenen Personen nicht erteilen.

"Die Diözese hat die Nachricht von der Einstellung des strafrechtlichen Verfahrens gegen den Geistlichen, der wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauchs vor wenigen Wochen bis auf Weiteres von seinen Ämtern entpflichtet worden war, zur Kenntnis genommen", kommentierte das Bistum den Vorgang in einer Pressemitteilung. Das laufende kirchenrechtliche Verfahren bleibe von dieser Entscheidung der staatlichen Ermittlungsbehörden unberührt. Das Kirchenrecht bewege sich in einem anderen Rechtsrahmen als das staatliche Recht und folge daher zum Teil auch anderen Fragestellungen.

Über einen weiteren Einsatz des Geistlichen soll nach wie vor – weiterhin auf der Grundlage der Unschuldsvermutung – erst nach der finalen Prüfung des Falls durch die dafür zuständige Kongregation für die Glaubenslehre in Rom entschieden werden.

Vorwürfe des Anwalts des entpflichteten Geistlichen gegenüber der Diözese weist das Bistum zurück. Ulrich Bobinger, Kommunikationschef der Diözese, sagte dazu: „Das Bistum Augsburg hat gemäß der kirchlichen Leitlinien für den Umgang mit sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche gehandelt. Die Identität des beschuldigten Geistlichen ist seitens der Diözese zu keinem Zeitpunkt preisgegeben worden.“ (pm)

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