Region: Augsburg Stadt

Ein Weg aus der Isolation: Funkamateure in Augsburg trotzen der Corona-Krise

Funkgeräte helfen den Mitgliedern des DARC gegen häusliche Isolation.

Die aktuellen Entwicklungen in Zeiten ansteigender Corona-Infektionen stellen Deutschland auf eine harte Probe. Neben Veranstaltungen sind nun auch sämtliche Vereinsaktivitäten untersagt. Während das öffentliche Leben bundesweit zum Erliegen kommt und soziale Kontakte minimiert werden, bietet der im Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) organisierte Ortsverband Augsburg mit dem Amateurfunk einen Weg aus der Isolation.

Das Coronavirus hat nun auch Deutschland fest im Griff und führt zu bundesweiten Einschränkungen des öffentlichen Lebens: Tausende Menschen befinden sich bereits in häuslicher Quarantäne, Schulen sind geschlossen und Veranstaltungen werden abgesagt oder verschoben. Auch bestehen Reisebeschränkungen und vielerorts bleiben oder arbeiten Menschen vermehrt zu Hause. Die Bundesregierung hat beschlossen, dass Zusammenkünfte in Vereinen ebenfalls vorerst ausgesetzt werden müssen. Gemeinschaft ist jedoch ein entscheidender Faktor im Vereinsleben, wenn nicht sogar dessen Grundlage.

Weltweit haben Funkamateure auch ohne das eigene Haus zu verlassen die Möglichkeit, persönliche Kontakte zu pflegen. Gerade in dieser schweren Zeit bietet der Amateurfunk insbesondere alten und auch gesundheitlich vorbelasteten Menschen die Möglichkeit, mit (Funk-)freunden in engem Austausch und Teil der Gesellschaft zu bleiben.

„Elektromagnetische Wellen überwinden alle Grenzen und die Kommunikation mit unseren Funkfreunden in aller Welt kann helfen, soziale Kontakte aufrechtzuerhalten“, erklärt Oliver Frühschütz, Zweiter Vorsitzender des Ortsverbands Augsburg. Gerade für die älteren Mitglieder, die derzeit besonders vorsichtig sein müssen, sei es wichtig, Kontakt zu halten. "Dies ist unter uns Funkamateuren mit unserer weltweiten Vernetzung gegeben", erklärt Frühschütz.

Der DARC stehe für „Grenzenlose Kommunikation“ und „Völkerverständigung“, welche vor allem in dieser Zeit nach Ansicht des Zweiten Vorsitzenden eine besondere Relevanz hat. Der Amateurfunkdienst biete auch dieser Tage viele Beschäftigungsmöglichkeiten und darüber hinaus viel Potenzial für soziale Kontakte auf den Frequenzen.

„Unsere Treffen im Ortsverband Augsburg finden nun über Funk auf den Frequenzen statt. Auch an den Funkwettbewerben können wir weiterhin teilnehmen und sind so in der Lage, ohne Infektionsgefahr unser Hobby weiterhin auszuüben“, freut sich Frühschütz. Beim vergangenen "Treffen" am 26. März auf Funk trafen sich so 32 Funkamateure um Neuigkeiten zu erfahren und zu plaudern.

Der Ortsverband Augsburg des DARC ist mit mehr als 100 Mitgliedern der älteste und zur Zeit auch größte Ortsverband in ganz Schwaben. Mit Funkverbindungen in Partnerstädte und in die ganze Welt machen die Mitglieder des Vereins Werbung für die Fuggerstadt. Kontaktmöglichkeiten und Informationen zum DARC-Ortsverband finden sich in Internet unter www.darc.de/t01. (pm)

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