Region: Augsburg Stadt

Augsburg will Tempo 30 auf Hauptstraßen einführen

In einigen Augsburger Hauptstraßen sollen nun maximal 30 Stundenkilometer erlaubt sein.

Auf einigen Augsburger Hauptstraßen soll bis zum Sommer ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern eingeführt werden. Das hat der städtische Bauausschuss am Donnerstag im Zuge des Lärmaktionsplanes beschlossen. In der Regel ist es gar nicht so einfach, von der in der Straßenverkehrsordnung festgeschriebenen Tempo-50-Regelung abzuweichen. So müssten derzeit beispielsweise vermehrt Unfälle auf einer Straße passieren, damit dort die erlaubte Höchstgeschwindigkeit herabgesetzt werden kann. Deshalb hat sich Augsburg mit weiteren deutschen Städten zusammengetan und arbeitet an einem Positionspapier, um einfacher eine Ausnahme von Tempo-50 machen zu können.

Nun will die Stadt aus Lärmschutzgründen in einigen Straßen maximal 30 Stundenkilometer erlauben. Die Regelung soll am Oberen Graben zwischen Vogeltor und Jakoberstraße sowie in der Pferseer Straße von der Unterführung bis zum Schlössle gelten. Außerdem ist die Wertachstraße zwischen Wertachbrücke und Arbeitsamt und die Gögginger Bürgermeister-Aurnhammer-Straße betroffen. Die Umsetzung soll bis zum Sommer erfolgen.

„Dass verschiedene Brennpunkte nun durch eine Geschwindigkeitsreduzierung entschärft werden ist für die Anwohnenden vor Ort, sowohl mit Blick auf die Verkehrssicherheit als auch angesichts der Lärmminderung ein großer Gewinn“, sagt CSU-Fraktionsvorsitzender Leo Dietz. Doch bei diesen Straßen soll es nicht bleiben, für die Zukunft hat Augsburg einiges vor. So sei man laut Verena von Mutius-Bartholy, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, zwar mit der Einrichtung weiterer Tempo-30-Zonen auf dem richtigen Weg, wenn es um mehr Nachhaltigkeit, Sicherheit und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum in der Stadt geht. "Dennoch ist unser erklärtes Ziel auf eine Bewerbung Augsburgs als ,Modellkommune Tempo 30’ im Bund hinzuwirken“, betont von Mutius-Bartholy.

Denn bei einem Tempolimit von 30 Stundenkilometer gebe es ihrer Meinung nach keine Verlierer, ganz im Gegenteil: "Die Lebensqualität und die Verkehrssicherheit aller Beteiligten steigen." (pm/pb)

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