Region: Augsburg Stadt

Augsburger Christkindlesmarkt wird 2021 in der Innenstadt verteilt

Dicht gedrängt auf dem Rathausplatz: Ganz so wie zuletzt 2019 soll der Augsburger Christkindlesmarkt in diesem Jahr nicht ablaufen.

Bereits im vergangenen Jahr war geplant, den Augsburger Christkindlesmarkt auf verschiedene Plätze in der Stadt zu verteilen, um die üblichen Besuchermengen während der Corona-Pandemie möglichst zu entzerren. Letztendlich wurde der Weihnachtsmarkt aber doch komplett abgesagt – die schnell steigenden Infektionszahlen ab Herbst 2020 ließen laut der Stadt damals keine andere Lösung zu. In diesem Jahr wagt die Stadtregierung nun einen neuen Versuch. Der Ferienausschuss des Augsburger Stadtrats hat für den kommenden Christkindlesmarkt eine Erweiterung auf mehrere Plätze in der Innenstadt beschlossen.

Neben dem Rathausplatz sollen die Stände des Augsburger Christkindlesmarkts demnach auch auf den Willy-Brandt-Platz vor der City Galerie, den Königsplatz, den Elias-Holl-Platz und den Holbeinplatz verteilt werden. Zusätzliche Stände soll es dabei nicht geben – Ziel ist es lediglich , die für gewöhnlich auf dem Rathausplatz aufgebauten Buden zu entzerren, um die Besucherzahlen zu reduzieren und gleichzeitig mehr Platz für die dennoch zu erwartenden Ansammlungen vor dem Rathaus zu schaffen. Das dichte Gedränge, das vor Weihnachten für gewöhnlich auf dem Rathausplatz herrscht, könnte in diesem Jahr also etwas aufgelockert werden.

Welcher der Stände auch weiterhin auf dem Rathausplatz aufbauen darf, und welche Marktleute stattdessen an welchen der anderen Standorte zu finden sein werden, steht noch nicht fest. Der Beschluss des Ausschusses beinhaltet auch die Einigung, dass die Verwaltung dies gegebenenfalls im Losverfahren entscheiden darf. Getränkestände müssen in diesem Jahr aber wohl größtenteils auf den Standort am Rathausplatz verzichten.

Laut der Beschlussvorlage des Marktamtes war es unumgänglich, in diesem Jahr erneut weitere Flächen für den Christkindlesmarkt zu bestimmen, um bei eventuellen Verfahren vor dem Verwaltungsgericht eine Auslastung der Veranstaltungsflächen nachweisen zu können. "Ansonsten hätte jeder abgelehnte Bewerber behaupten können, es gäbe noch genügend Flächen in der Innenstadt, um seinen Stand aufstellen zu können", heißt es in der Beschlussvorlage.

Zudem seien aufgrund der aktuell wohl beginnenden vierten Welle der Corona-Infektionen und den entsprechenden Prognosen für den kommenden Winter Vorbereitungen zu treffen, um die Besucher des Weihnachtsmarktes bestmöglich vor Ansteckungen zu schützen und auch den Beschickern die Möglichkeit zu geben, ihre Stände in der Stadt aufzubauen. "Vor allem auf dem Rathausplatz ist unter Berücksichtigung der infektiologischen Gegebenheiten davon auszugehen, dass die dichte Anordnung von Warenständen und insbesondere die Vielzahl an Glühweinständen nicht aufrechterhalten werden kann", betont das Marktamt. Denn gerade vor den Glühweinständen auf dem Rathausplatz komme es häufig zu großen Besucheransammlungen. Der dort bestehenden Infektionsgefahr könne mit anderen Maßnahmen als der beschlossenen Entzerrung nur schwer begegnet werden.

Durch die Ausweitung der Veranstaltungsflächen sollen also vor allem für die Sparte der Getränkestände Ausweichstandorte zur Verfügung gestellt werden – denn dort sei der Besucherzuspruch schlichtweg am größten. Die einzig andere Alternative wäre es laut der Beschlussvorlage gewesen, die Zulassungen für die Sparte komplett zu widerrufen.

Dazu soll es im kommenden Winter nun eigentlich nicht kommen. Am 22. November soll der Christkindlesmarkt nach der Pause im vergangenen Jahr diesmal wieder starten. Allerdings hatte sich die Stadt auch bereits im vergangenen August noch optimistisch gezeigt, dass der Christkindlesmarkt 2020 durch die Verteilung auf verschiedene Plätze würde stattfinden können – bevor schließlich Ende Oktober wie in vielen anderen Städten die Entscheidung fiel, den Augsburger Weihnachtsmarkt doch abzusagen.

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