Region: Augsburg Stadt

Augsburger Innenstadt soll im Sommer wieder belebt werden: Stadtrat beschließt Maßnahmenpaket

Im vergangenen Sommer durften im Zuge des "Stadtsommers" unter anderem Schausteller ihre Fahrgeschäfte in der Innenstadt aufbauen und Gastronomen erhielten mehr Platz zur Außenbewirtung.

Während aktuell die gestiegene Inzidenz in Augsburg wieder eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen erwarten lässt, hat der Augsburger Stadtrat am Freitag bereits weiter in die Zukunft geblickt: Das Konzept für den "Stadtsommer" 2020 stand zur Abstimmung und wurde schließlich einstimmig beschlossen. Die Augsburger Innenstadt soll demnach in den Sommermonaten wieder belebt werden. Allerdings betonte Ordnungsreferent Frank Pintsch auch: "Alles, was wir hier beschließen, steht unter dem Vorbehalt des Gesundheitsschutzes."

Im vergangenen Jahr mussten viele Konzepte kurzfristig erarbeitet und umgesetzt werden. Heuer will die Stadt besser vorbereitet in die warmen Monate mit hoffentlich niedrigeren Inzidenzwerten gehen. Was tatsächlich umgesetzt wird, wird aber auch im Sommer von den Corona-Zahlen abhängen. "Wir hatten alle gehofft, dass es dieses Jahr wieder besser und normaler wird", sagte Oberbürgermeisterin Eva Weber. "Dem ist aber nicht so." Pintsch wies auch auf die Planungen für den vergangenen Winter hin. Damals habe man viel geplant, umgesetzt werden konnte aufgrund des zweiten Lockdowns aber schließlich nichts. Er hoffe aber, dass das "diesmal nicht passiert".

Die Beschlussvorlage zum Stadtsommer 2021 ist laut Weber "eine der umfangreichsten, die wir jemals hatten". Fast alle Referate der Stadt seien an der Vorbereitung des Maßnahmenpakets beteiligt gewesen. Außerdem habe man unter anderem durch Hearings, Konferenzen, den Bürgerbeirat und den Dialog mit den Anwohnern der Innenstadt herausgefunden, was die Augsburger sich wünschen.

Außengastronomie, Straßenfeste und "Plärrer light"

Durch den Beschluss werden weitgehende Nutzungsmöglichkeiten für die Außengastronomie in der Innenstadt sowie in den Stadtteilen eröffnet. Auch die Möglichkeit, die Außenflächen zu begrünen, sollen die Gastronomen bekommen. Kulturschaffende sollen an verschiedenen Orten in der Stadt auftreten können, einige Schausteller können ihre Geschäfte wieder in der Innenstadt aufbauen. Und auf dem Plärrer könnte erneut ein "Plärrer light" stattfinden.

Doch die Stadt will auch Anwohner in den Stadtteilen ermutigen, selbst Straßen- oder Hoffeste zu organisieren. Das Veranstaltungsbüro der Ordnungsbehörde soll Interessierte niederschwellig unterstützen. Denn von vielen Bürgern habe man die Rückmeldung bekommen, dass das Nachbarschaftsgefühl im vergangenen Jahr stark gelitten habe, so Pintsch. Durch die Maßnahme soll dieses wieder gestärkt werden.

Auch einige konkrete, nach den Vorgaben des Infektionsschutzes durchgeführte, Veranstaltungen sind bereits geplant. So soll auf dem Gaswerksgelände von Mitte Mai bis Ende Juni ein Open-Air-Festival stattfinden. Und auch das Straßenkünstler-Festival "La Strada" sowie ein Wasserfest sollen 2021 stattfinden.

"In dieser Krise viel möglich machen"

Alle Stadtratsfraktionen unterstützten am Freitag das Maßnahmenpaket. "Da ist ganz viel Gutes und Wichtiges dabei", sagte etwa Dirk Wurm, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD. Denn besonders in den Stadtteilen habe es nach dem vergangenen Jahr noch Nachholbedarf gegeben.

Peter Rauscher, Fraktionsvorsitzender der Grünen, lobte die Beschlussvorlage als "sehr ausgereift". Sie mache deutlich, "dass die ganze Stadt gemeinsam an einem Konzept arbeitet". Zwar müsse man mit den geplanten Maßnahmen wahrscheinlich flexibel agieren. Doch er hoffe, "dass wir in dieser Krise viel möglich machen können".

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