Region: Augsburg Stadt

"Bezahlbares Wohnen statt Luxussanierung": Demonstration gegen Verkauf der ehemaligen Asylunterkunft in der Calmbergstraße

Rund 100 Menschen haben am Samstag gegen den Verkauf des ehemaligen Kasernengebäudes in der Calmberstraße demonstriert.

"Bezahlbares Wohnen statt Luxussanierung" forderten am Samstag laut Angaben der Veranstalter rund 100 Bürger im Antonsviertel. Sie hatten sich vor der ehemaligen Gemeinschaftsunterkunft in der Calmbergstraße versammelt, die der Staatsbetrieb "Immobilien Freistaat Bayern" in diesem Frühjahr im Erbbaurecht an den Höchstbietenden verkaufen will. Die Kritiker fürchten, dass so statt bezahlbarem Wohnraum mehr Luxuswohnungen entstehen werden.

Organisiert hatte den Protest am Samstag die Bürgervereinigung "Augsburg in Bürgerhand" (AiB) unter Einhaltung der Corona-Maßnahmen. Kritik an den Plänen des Freistaats hatten im Februar aber auch bereits die Landtags- und Stadtratsgrünen geübt, nachdem die Regierungskoalition aus CSU und Freien Wählern im bayerischen Haushaltsausschuss einen Antrag der Grünen abgelehnt hatte, das Gebäude stattdessen für eine Konzeptvergabe freizugeben.

Die Bürger fürchteten, dass durch den Verkauf "gegen Höchstgebot", die Tür für Bauspekulanten geöffnet werde, heißt es nun auch von "Augsburg in Bürgerhand". Es sei zu erwarten, dass in der ehemaligen Kaserne Wohnungen im Luxussegment errichtet würden. AiB-Stadtrat Bruno Marcon forderte ebenfalls, die Gebäude im Erbbaurecht in einer Konzeptvergabe zu vergeben, um so Einfluss auf Milieus, Miet- und Immobilienpreise zu nehmen.

Die Stadt solle das Gebäude deshalb nun bestenfalls selbst erwerben, um "sozialverträgliche Wohnprojekte zu verwirklichen und einer Luxussanierung einen Riegel vorzuschieben". Einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag habe Marcon in den Stadtrat eingebracht. (pm/lat)

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