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Corona-Krise: Stadt Augsburg ordert 5000 Liter Desinfektionsmittel

Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl, Bürgermeisterin Eva Weber und Ordnungsreferent Dirk Wurm traten am Freitag erneut im Internet vor die Öffentlichkeit, um über die aktuelle Corona-Lage zu berichten.

Auch für die Stadt Augsburg ist es in der Corona-Krise schwierig, an Desinfektionsmittel, Masken und Handschuhe zu kommen.

Das Material zum Schutz vor Corona-Infektionen ist auch in der Stadt Augsburg knapp. Vielerorts fehlt es an Desinfektionsmitteln, Masken und Handschuhen. "Die Beschaffungslage ist sehr, sehr schwierig", sagte Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl in einer im Internet übertragenen Pressekonferenz am Freitag.

Viele, die in entsprechenden Strukturen arbeiten, würden sich zusätzliche Schutzausstattung wünschen. Doch beispielsweise sozialen Trägern zu helfen sei schwer, da "bereits erhebliche Anstrengungen notwendig sind, um die klinischen Ausstattungen zu bewerkstelligen", erklärte Gribl. Gleichwohl unternehme es die Stadt, "entsprechende Beschaffungsvorgänge zu organisieren". Zweite Bürgermeisterin und Wirtschaftsreferentin Eva Weber erläuterte, dass seit Anfang der Woche ein interdisziplinäres Team der Stadtverwaltung dabei sei, zu prüfen, wo weitere Schutzausstattungen beziehungsweise Desinfektionsmittel erworben werden könnten. Die Einkaufsabteilung der Uniklinik unterstütze die Stadt dabei.

"Wir haben jetzt heute klar gemacht, dass in der nächsten Woche rund 5000 Liter Desinfektionsmittel geliefert werden können", sagte Weber. Weitere 5000 Liter könnten auf Abruf entsprechend nachgeordert werden. Die Verteilung des Desinfektionsmittels werde zentral am Amt für Brand- und Katastrophenschutz vorgenommen. Es werde ein Zentrallager eingerichtet. Einrichtungen und Träger, die Bedarf haben, können sich demnach künftig an das Amt für Brand- und Katastrophenschutz wenden.

Darüber hinaus sei man gerade dabei, Einweghandschuhe sowie Mund- und Nasenschutz zu akquirieren, erklärte Weber. Aber: "Hier kann ich noch keine Vollzugsmeldung geben." Das städtische Team sei allerdings dabei, auch dieses Material zu erwerben. Diese Ausstattung werde dann an klinische Einrichtungen sowie an die Träger der Altenhilfe und beispielsweise an Sozialstationen abgegeben.

Insgesamt 130 Corona-Fälle in Augsburg

Ordnungsreferent Dirk Wurm erläuterte, die Stadtregierung sei in enger Abstimmung mit den Trägern der Pflegeeinrichtungen und der Altenhilfe. Noch sei die Situation in den stationären Einrichtungen "relativ entspannt", man wappne sich aber für den Fall steigender Infiziertenzahlen. Das Wichtigste sei die Kommunikation und dass im Ernstfall "jeder weiß, was er zu tun hat", sagte Wurm. Eine Einrichtung gebe es bislang, in der Corona-Fälle aufgetreten sind. Diese werde freilich prioritär behandelt, was die Verteilung von Schutzausrüstung betrifft. "Alle anderen bekommen eine Grundausstattung", betonte Wurm.

In der Stadt Augsburg gibt es indes insgesamt 130 Corona-Fälle. Die Zahl sei in den vergangenen 24 Stunden um 22 Fälle angestiegen, berichtete OB Gribl. Das sei die höchste Steigerungsrate seit die Zahlen fortgeschrieben würden. Die gute Nachricht: Unter den Neuerkrankten seien keine schweren Fälle, elf der 130 positiv getesteten Personen seien zudem bereits genesen. (jaf)

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