Region: Augsburg Stadt

CSU und Grüne wollen verkehrsberuhigte Zone zwischen Jakobertor und Staatstheater prüfen lassen

Vom Kennedy-Platz vor dem Staatstheater bis zum Jakobertor könnte eine verkehrsberuhigte Zone entstehen.

Maßnahme soll Innenstadt attraktiver machen und zur Verkehrswende beitragen

Im kommenden Jahr soll als Pilotprojekt ein Teil der Augsburger Maximilianstraße komplett autofrei werden. Auch eine autofreie Umgestaltung der kompletten "Kaisermeile" wird immer wieder diskutiert. Nun haben die Augsburger Regierungsfraktionen CSU und Grüne einen ersten Schritt für eine mögliche weitere verkehrsberuhigte Zone in der Innenstadt getan. In einem gemeinsamen Antrag fordern die Fraktionen die Prüfung einer "weitgehenden Verkehrsberuhigung" zwischen dem Jakobertor und dem Kennedy-Platz am Augsburger Staatstheater.

Anders als in der Maximilianstraße, die größtenteils zum Parken angefahren wird, ist die Verbindung zwischen Jakobertor und Kennedy-Platz aktuell noch stark befahren. Eine "zwingende Voraussetzung" für die Prüfung einer Verkehrsberuhigung in diesem Bereich ist deshalb laut dem Antrag, dass untersucht wird, welche Folgen die Maßnahme für die umliegenden Straßenzüge haben würde. Die Jakoberwallstraße, die Thommstraße oder der Eserwall könnten etwa stärker belastet werden. Möglicherweise müssten mehrere andere Straßenzüge "optimiert" werden, "damit eine Verkehrsberuhigung umsetzbar ist", heißt es im Antrag.

Vorteile sehen die Fraktionen wiederum in der möglichen Lärmreduzierung und der Verbesserung der Luft und der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt. Eine "weitreichende Verkehrsberuhigung" sei eines der wichtigsten Ziele der aktuellen Stadtregierung im Hinblick auf die Verkehrspolitik und solle auch einen Beitrag zur Mobilitätswende leisten. So soll die Stadtverwaltung auch prüfen, ob durch die Verkehrsberuhigung zwischen Jakobertor und Theater "zu einem späteren Zeitpunkt" eine neue Straßenbahnlinie durch diese Straßen geführt werden und breitere Fahrradwege umgesetzt werden könnten.

Vorerst soll aber einmal geprüft werden, wie die Straßenzüge neu gestaltet und gegebenenfalls "weitgehend" verkehrsberuhigt werden können. Möglicherweise könnte in diesem Bereich auch eine sogenannte "kühle Meile" umgesetzt werden, also ein Bereich in der Stadt, der etwa durch Begrünungsmaßnahmen und schattige Bereiche im Sommer ein kühleres Klima erreicht.

Neben der Verkehrsberuhigung zwischen Jakobertor und Kennedy-Platz umfasst der Prüfantrag, über denn nun erst noch der Stadtrat entscheiden muss, auch eine mögliche Umgestaltung der Verbindung zwischen Klinkerberg und Schaezlerstraße. In diesem Zusammenhang soll vor allem untersucht werden, ob die dort aktuell geltende Einbahnstraße aufgehoben werden kann, sodass die Straßenzüge in beide Richtungen befahren werden können. So könnte laut den beiden Fraktionen die Gesundbrunnenstraße, die am Curt-Frenzel-Stadion und dem dortigen Park vorbei führt, entlastet werden. (lat)

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