Region: Augsburg Stadt

Fahrraddemos am Mittwoch und Donnerstag: Augsburger Aktivisten fordern Ausbau des Tramnetzes

Die Linie 1 soll nach Forderung der Aktivisten künftig auch nach Hochzoll-Süd und in die Firnhaberau und Hammerschmiede fahren.

Augsburger Aktivisten fordern für die Stadt und die Region eine "Verkehrswende" und rufen in diesem Zusammenhang am Mittwoch und am Donnerstag zu Fahrraddemos auf. Nach eigenen Angaben handelt es sich bei den Organisatoren des "Fahrradseptembers" um unabhängige Aktivisten. Unter anderem hat aber auch die Augsburger "Fridays for Future"-Bewegung zur Teilnahme aufgerufen. Obwohl die beiden Protestaktionen in dieser Woche, parallel zur bereits gestarteten städtischen "Radlwoche", mit dem Fahrrad stattfinden, legen die Aktivisten in ihren Forderungen einen Fokus auf den Ausbau des ÖPNV.

Die Forderungen der Aktivisten beinhalten unter anderem eine Verlängerung der Straßenbahnlinie 1 nach Hochzoll Süd oder nach Norden in Richtung Hammerschmiede und Lechhausen. Zudem brauche es laut Aktivistin Ute Grathwohl "eine attraktive Nachfolgeregelung für das 9-Euro-Ticket oder das 365-Euro-Ticket für alle im AVV als ersten Schritt in Richtung Verkehrswende". Zudem demonstrieren die Aktivisten für ein sicheres Radwege- und Fahrradstraßennetz.

Demonstration am Mittwoch

Am Donnerstag, 21. September, wollen die Aktivisten ab 14 Uhr mit dem Fahrrad vom Messezentrum über die B 17 fahren, und damit eine Bedarfsbusspur für eine Schnellbuslinie auf der gefahrenen Strecke fordern. Außerdem wollen sie sich in der Folge an der Bürgerbeteiligung zur Erstellung eines Mobilitätsplans beteiligen und dafür zum Park&Ride-Platz in Oberhausen-Nord fahren. Die etwa elf Kilometer lange Strecke führt vom Messezentrum über die Friedrich-Ebert-Straße, Allgäuer Straße, Gögginger Straße, Rosenaustraße, Bürgermeister-Ackermann-Straße, B17, Stuttgarter Straße und Biberbachstraße zum Park&Ride in Oberhausen. Teilnehmer können sich laut den Aktivisten auch ab 14.30 in der Rosanaustraße und ab 14.45 Uhr in der Bürgermeister-Ackermann-Straße der Demonstration anschließen.

Auch nach der Teilnahme an der Forumsveranstaltung in Oberhausen soll die Aktion noch weitergehen. Die Demonstrationsroute soll ab 16 Uhr weiter zum Bahnhof Gersthofen führen und damit symbolisch für den geforderten Ausbau des ÖPNV nach Gersthofen und generell über die Stadtgrenzen hinaus stehen. Als Teil des Demonstrationszuges soll ein Tram-Modell nach Gersthofen gezogen werden.

Demonstration am Donnerstag

Auch am folgenden Tag wollen die Aktivisten demonstrativ zu zwei Bürgerbeteiligung zum städtischen Mobilitätsplan fahren, die am Vormittag auf dem Gögginger Wochenmarkt und am Nachmittag auf dem Zwölf-Apostel-Platz in Hochzoll stattfinden. So demonstriere man jeweils für einen Ausbau des Straßenbahnnetzes in die beiden Stadtteile. Los geht die Aktion um 12 Uhr am Gögginger Wochenmarkt. Die Route führt über die Bürgermeister-Miehle-Straße, Friedrich-Ebert-Straße, Allgäuer Straße, Gögginger Straße, Rosenaustraße, Pferseer Straße, Fröhlichstraße, Volkhardstraße, Grottenau, Ludwigstraße, Karlstraße, Leonhardsberg, weiter entlang der Tramlinie 1 zum neuen Ostfriedhof und von dort aus weiter über die Zugspitzstraße, Hochzoller Straße und Trettachstraße, den Zwölf-Apostel-Platz und dann über den Radweg nach Hochzoll Süd und anschließend über die Mittenwalder Straße zurück zum Zwölf-Apostel-Platz.

In einem eigenen Verkehrswendeplan schlagen die Aktivisten eine Tramverbindung vor, die aus dem zukünftigen Südportal des Hauptbahnhof kommend über den Kongress am Park und die bisherige Trassenführung der Linie 1 fährt, aber vor dem Klausenberg geradeaus die Allgäuerstraße entlang und über die Friedrich-Ebert-Straße, den Bahnhof Messe, die Universität und den Innovationspark zur Wendeschleife an der Fußball-Arena führt. "Wir brauchen Ringverbindungen, um Umstiege und Umwege, etwa über den Königsplatz, zu reduzieren und somit die Attraktivität des ÖPNV zu erhöhen", meint Aktivist Florian Lenz. Zudem fordern die Aktivisten die schon öfter diskutierte Verlängerung der Linie 1 nach Hochzoll Süd, um den Stadtteil und den Kuhsee wieder umstiegsfrei an die Innenstadt anzubinden, und nach Norden in die Firnhaberau und Hammerschmiede. Diese Vorschläge wolle man jeweils auch in den städtischen Beteiligungsforen einbringen. (pm)

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