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Gaskrise: Lage für Betriebe in der Region "sehr ernst"

Verbraucher und Betriebe in der Region stellen sich auf weiter steigende Preise ein.

Bei der Gasversorgung droht eine erneute Kostenexplosion. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck rief am Donnerstag die Alarmstufe des Notfallplans Gas aus. Verbraucher und Betriebe in der Region stellen sich nun auf weiter steigende Preise ein. Die Industrie- und Handelskammer Schwaben befürchtet: "Gasengpässe werden wahrscheinlicher".

"Das Risiko einer ausbleibenden Gasversorgung insbesondere für Unternehmen wächst. Die Lage ist sehr ernst", sagt Marc Lucassen, Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben. Aus Sicht der Wirtschaft seien "ungewöhnlich scharfen Gegenmaßnahmen" nötig. Neben der Inbetriebnahme von Kohlekraftwerken müsse die Energiewende entbürokratisiert werden, fordert Lucassen.

Acht von zehn Unternehmen bezeichnen steigende Energiepreise als größtes Geschäftsrisiko

In der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage bezeichnen acht von zehn Unternehmen die steigenden Energie- und Rohstoffpreise als größtes Geschäftsrisiko – über alle Branchen hinweg. Lucassen appelliert an die Politik, "alle verfügbaren Instrumente zu prüfen und schnell umzusetzen, um die Gasversorgung zu sichern und die Energiepreise nicht weiter explodieren zu lassen". Zudem seien alle zum Einsparen von Erdgas aufgerufen. "Alle Verbraucher sind jetzt aufgerufen sämtliche Einsparpotenziale auszuschöpfen – von der Produktionshalle über das Büro bis hin zum heimischen Wohnzimmer", so Lucassen.

Einsparungen "auf breiter Front" fordert auch die schwäbische Handwerkskammer. „Dieser Akt der Solidarität ist jetzt unverzichtbar. In allen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft muss jetzt intensiv geprüft werden, wo Sparpotenziale zu nutzen sind“, sagt HWK-Hauptgeschäftsführer Ulrich Wagner. (pm)

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