Region: Augsburg Stadt

Grindtec-Konkurrenzmesse im Ländle: Gefahr für den Standort Augsburg?

Die Augsburger Grindtec wurde wegen Corona in den März 2022 verschoben. Kurz darauf, im Mai 2022, plant die Stuttgarter Messe mit der "Grinding Hub" eine große Konkurrenzmesse. Letztere soll künftig alle zwei Jahre in der württembergischen Landeshauptstadt stattfinden.

2022 soll in Stuttgart mit der "Grinding Hub" eine neue Messe für Schleiftechnik stattfinden. Davon ist man in Augsburg, dem Standort der Grindtec, nicht begeistert.

Im Mai 2022 soll in Stuttgart erstmals die "Grinding Hub" stattfinden. Die Veranstalter aus dem Nachbar-Ländle wollen damit nicht weniger als eine neue Leitmesse und ein neues Zentrum für die Schleiftechnik etablieren. In Augsburg ist man darüber mehr als verwundert, befindet sich doch die "internationale Leitmesse für Schleiftechnik", so der Untertitel der Augsburger Grindtec, in Bayerisch-Schwaben. Der Vorstoß der Messe Stuttgart, getragen durch das Land Baden-Württemberg und die Landeshauptstadt Stuttgart, kommt in Augsburg daher logischerweise nicht allzu gut an.

Die nächste Grindtec soll coronabedingt erst im März 2022 stattfinden, zu einem ähnlichen Zeitpunkt also wie die neue Stuttgarter "Grinding Hub". Stadträtin Margarete Heinrich will das Thema nun in die nächste Stadtratssitzung bringen.

Erörtert werden soll unter anderem, was "die Umsetzung und Realisierung einer Spezialmesse im Bereich der Schleiftechnik durch die Messe Stuttgart in Konsequenz für den Messe- und Wirtschaftsstandort Augsburg bedeuten?". Margarete Heinrich befürchtet, dass der Kampf um Spezialmessen aufgrund der Corona-Pandemie noch härter wird. Die Frage sei, wie gut Augsburg in diesem Wettbewerb aufgestellt ist – vor allem, weil die Messen innerhalb der Messelandschaft in Deutschland "unterschiedliche Strukturen bezüglich der Eigentumsverhältnisse und der finanziellen Ausstattung und Subventionierung haben", so Heinrich in ihrer Anfrage an Oberbürgermeisterin Eva Weber. Auch sei zu klären, welche Unterstützung seitens des Freistaates Bayern zu erwarten sei, "nicht nur speziell für diese Messe, sondern auch für die Zukunft, um als Messestandort Augsburg wettbewerbsfähig sein zu können", so die fraktionslose Stadträtin. (jaf)

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