Region: Augsburg Stadt

Kommentar zum fehlenden 50-Meter-Hallenbad: Hört auf die Vereine!

In der Diskussion um die Errichtung eines 50-Meter-Hallenbads sollte die Stadt auf die Vereine hören. (Symbolbild)

Die Stadt Augsburg ist auf dem besten Weg, mit ihrem Bäder-Masterplan Schiffbruch zu erleiden. Wobei freilich die wirklichen Leidtragenden die Vereine mit ihren zahlreichen Mitgliedern sein werden – und natürlich auch die Familien, die sich darum bemühen, dass Kinder frühzeitig das Schwimmen erlernen. 

Nein, die aktuelle Planung der Verwaltung sieht keine Gewinner vor, wenn stur an dem einmal Beschlossenen festgehalten werden soll, ohne auf den tatsächlichen Bedarf zu achten. Tatsache ist: In Augsburg gibt es aktuell bereits zu wenig Wasserfläche für Schwimmsportler, Schulsport, Gelegenheitsschwimmer und Schwimmausbildung. Das Angebot durch eine vorrangige Sanierung des Spickelbads noch weiter zu verknappen und das für voraussichtlich mehrere Jahre, ist nicht im Interesse der Stadt und ihrer Bewohner.

Erst der Neubau, dann die Sanierung, das wäre der bessere Weg. Dann nämlich kann das 50-Meter-Hallenbad den Ausfall des Spickelbads auffangen und ermöglicht zudem eine Sanierung ohne Zeitdruck. Die Kosten sollten in einer Stadt, die sich ihrer Wassernutzung wegen weltweit rühmen lässt, nicht als Ausrede gelten dürfen, zumal eine hohe Förderung durch den Freistaat so gut wie sicher ist. Der Stadtrat hat es letztlich in der Hand, hier im Sinne aller Bürger zu entscheiden.

Der Kommentar bezieht sich auf den Artikel Wann kommt das 50-Meter-Hallenbad?.

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