Region: Augsburg Stadt

Nach Krawallnacht: Workshops zur Zukunft der Augsburger Maxstraße gehen weiter

Nicht erst seit den gewalttätigen Ausschreitungen Ende Juni stellt sich Augsburg die Frage nach der Zukunft der Maximilianstraße. Derzeit wird ein Gesamtkonzept erarbeitet.

Die Nacht auf den 20. Juni dieses Jahres bleibt in Augsburg als eine Krawallnacht in zuvor – zumindest in der jüngeren Geschichte – nicht gekanntem Ausmaß in Erinnerung. In der Maximilianstraße gingen circa 300 Feiernde auf Einsatzkräfte los und warfen mit Flaschen und beispielsweise einer Eisenstange auf Polizisten. Die Stadt arbeitet an einem "Gesamtkonzept für die Maximilianstraße und die Stadtmitte". Das städtische Büro für Kommunale Prävention veranstaltete dazu nun einen zweiten Workshop.

Über „Gruppendynamische Konflikte im öffentlichen Raum“ referierte Sozialpsychologe Prof. Ulrich Wagner von der Uni Marburg. Er sprach sich für eine partizipative Präventionsstrategie aus. Diese orientiere sich an vielfältigen Bedürfnissen und könne "damit einhergehende mögliche Frustrationen, die sich auch in Gewalt äußerten, bewältigen", erklärt die Stadt Augsburg. Eine breite Beteiligung verschiedener Institutionen der Stadtgesellschaft sei für eine erfolgreiche Gewaltprävention unerlässlich.

Auch Vertreter von Ordnungsdienst, Polizei und dem Amt für Kinder, Jugend und Familie seien sich sicher: Für eine erfolgreiche Präventionsarbeit und ein Gesamtkonzept seien Integrations- und Partizipationsangebote für junge Menschen wesentlich, betont die Stadt. (pm/red)

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