Region: Augsburg Stadt

Linie 5: "Vorliegende Planung absolut unbefriedigend"

Die Linie 5 soll durch die Holzbachstraße fahren. Der VCD hätte sich eine Lösung auf der anderen Seite der Wertach, entlang der Hessenbachstraße, gewünscht.

Der Kreisverband Augsburg des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) erhebt "umfangreiche Einwendungen" zur Planfeststellung der neuen Straßenbahnlinie 5. Wie der VCD in einer Pressemitteilung betont, sei die "vorliegende Planung absolut unbefriedigend".

Die Einwände habe man bei der Regierung von Schwaben eingereicht. Unterstützt werde der Kreisverband zudem vom VCD-Landesverband Bayern. Neben "generellen verfahrenstechnischen Einwänden" kritisiert der Verband vor allem die fehlende Prüfung von Varianten, etwa in der Bürgermeister-Ackermann-Straße, und moniert die "irreversible Vorfestlegung auf die Mittellage". Auf der Ackermann-Straße sollen die Tramgleise, so die aktuellen Pläne von Stadt und Stadtwerken, zwischen den Autofahrbahnen verlaufen. „Durch die Vorfestlegung auf die Mittellage werden ein teurer Neubau der Bürgermeister-Ackermann-Straße und eine teure Erweiterung der Brücke über die B17 notwendig, es wird also Straßenbau unter dem Deckmantel des ÖPNV betrieben“, wird Franz Gabler, stellvertretender Vorsitzender des VCD Bayern, zitiert.

Eine – "schon vor Jahren vom VCD vorgeschlagene" – Variante mit Nutzung der Localbahntrasse entlang der Hessenbachstraße wurde für das Planfeststellungsverfahren nicht berücksichtigt. Auch das kritisiert der Verkehrsclub. Die Variante von Stadt und Stadtwerken sieht einen Verlauf über die Holzbachstraße und anschließend über die Ackermann-Brücke vor. Die Abwertung der Trasse parallel zur Localbahn sei "allein mit Eingriffen in den Lebensraum von Fledermäusen begründet" worden, "während bei massiveren Eingriffen im Holzbachpark hierzu keine Hinderungsgründe gesehen wurden“, sagt Christian Ohlenroth, Vorsitzender des Kreisverbands Augsburg, der eine Führung über die Luitpoldbrücke und die Hessenbachstraße bevorzugt.

"Die jetzt vorliegende Planung ist für uns absolut unbefriedigend, weil die Stadtwerke auch zehn Jahre nach der ersten Planfeststellung für diesen Abschnitt noch immer keine bedarfsgerechte Lösung eingereicht haben", so Ohlenroth weiter. Der VCD hoffe, dass seine Einwendungen sowie Einwendungen anderer Initiativen "konstruktiv in die bestehende Planung eingearbeitet werden". (pm/red)

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