Region: Augsburg Stadt

Maxstraße soll "weitgehend autofrei" werden

Wie die Maxstraße in Zukunft autofreier werden kann, soll 2023 in einem Verkehrsversuch getestet werden.

Die Maxstraße soll weitgehend autofrei werden. Der Bauausschuss hat dafür kürzlich einen Beschluss verabschiedet. Bereits diesen Sommer sollen alternative Nutzungsmöglichkeiten wie das Aufstellen von sogenannten "Parklets" erprobt werden.

Die Maximilianstraße ist Zentrum für Gewerbe und Gastronomie, für Kultur und Tourismus. Schon seit Längerem gibt es aus der Mitte des Augsburger Stadtrates heraus den Wunsch, diese zentrale Straße verkehrsberuhigter zu gestalten und somit eine höhere Aufenthaltsqualität zu schaffen. CSU und Grüne hatten sich bereits im Koalitionsvertrag auf ein Pilotprojekt geeinigt. Auch die „Bürgerliche Mitte“ aus Freien Wählern, FDP und Pro Augsburg sowie die „Soziale Fraktion“ aus SPD und Linken hatten ähnliche Anträge gestellt. 

Der Bauausschuss des Stadtrats hat nun einen Beschluss verabschiedet, mit dem ein konkreter Zeitplan vorliegt: 2023 startet demnach ein zwölfmonatiger Verkehrsversuch für eine Fußgängerzone in der Maximilianstraße. Dieser soll den nördlichen Teil der Straße betreffen, also den Abschnitt zwischen Moritzplatz und Herkulesbrunnen. 

„Keine Annastraße in der Maximilianstraße“

Es soll zunächst ohne bauliche Umgestaltungen getestet werden, wie die Einrichtung einer Fußgängerzone erfolgen könnte und welche Probleme auftreten könnten. Ebenfalls ist vorgesehen, während der Gleissanierung am Moritzplatz, die ab Juli geplant ist, alternative Nutzungen zu erproben. Zur Diskussion stehen beispielsweise das Aufstellen von sogenannten „Parklets“ oder andere Möglichkeiten der Stadtmöblierung. 

Der Beschluss wurde fraktionsübergreifend positiv bewertet. „Wir freuen uns, dass wir nach den teilweisen Straßensperrungen für den Stadtsommer endlich ins Konkrete gehen und eine autofreie Flaniermeile mit hoher Aufenthaltsqualität in Aussicht stellen können“, sagte Grünen-Fraktionsvorsitzende Verena von Mutius-Bartholy. 
Unstimmigkeiten bestehen allerdings noch hinsichtlich der Frage, wie die Maxstraße nach dem Verkehrsversuch tatsächlich gestaltet werden soll: Während Gregor Lang (SPD) die Möglichkeit ins Spiel brachte, die Straße zu begrünen und gegebenenfalls sogar Bäume zu pflanzen, merkte Beate Schabert-Zeidler (Pro Augsburg) an, sie „wage es zu bezweifeln, dass die Maxstraße der richtige Standort für Bäume“ sei.

Baureferent Gerd Merkle betonte, dass es „keine Annastraße in der Maximiliansstraße geben“ werde. Der Begriff „autoarm“ sei „autofrei“ vorzuziehen, denn ein gewisser Grundverkehrsfluss durch Anwohner oder Lieferdienste werde es auch in Zukunft geben. Letztlich einigten sich die Stadträte auf die Formulierung „weitgehend autofrei“. (cr) 

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