Region: Augsburg Stadt

Nach Messerattacke: Stadt will Konflikten in Augsburger Parkanlagen stärker vorbeugen

Während der Corona-Pandemie werden die Augsburger Parks besonders viel besucht. Das kann laut CSU und Grünen auch zu Konflikten führen.

Das Ordnungsreferat soll sich künftig vermehrt mit der "Urbanen Konfliktbearbeitung", insbesondere in den beiden Augsburger Grünanlagen Reese- und Sheridan-Park, beschäftigen. Das Büro für kommunale Prävention soll das Verhalten verschiedener Nutzungsgruppen analysieren und Konflikten zwischen den verschiedenen Gruppen sowie den Anwohnern wenn möglich vorbeugen. Den Beginn eines entsprechenden Verfahrens hat der Allgemeine Ausschuss des Augsburger Stadtrats am Mittwoch beschlossen. Im Reese-Park war es vor wenigen Wochen zu einer Auseinandersetzung gekommen, bei der zwei Jugendliche mit einem Messer verletzt wurden.

Die beiden Regierungsfraktionen CSU und Grüne begründeten das besondere Augenmerk, das nun den beiden Parks zukommt, unter anderem mit der Corona-Pandemie. Denn die Grünanlagen seien zwar schon lange wichtige Erholungs- und Begegnungsorte für die Augsburger, durch die Schließung von Einrichtungen wie Jugendhäusern, Sportvereinen und Clubs sei aber ein "deutlich erhöhter Nutzungsdruck auf die öffentlichen Plätze und Parks zu spüren", so die CSU. Dies löse auch Konflikte aus, etwa um Themen wie Ruhestörung, Müll, das Sicherheitsgefühl und die Wohnqualität.

Um solchen Konflikte vorzubeugen, sollen künftig verschiedene Behörden und Institutionen wie Polizei, Jugendamt, Streetworker, das Amt für Grünordnung und die Ordnungsbehörde zusammen mit den Nutzern und den Anwohnern Lösungen erarbeiten, " um einen nachhaltigen Erhalt der Nutzungs- und Aufenthaltsqualität zu erreichen", so die CSU.

"Gerade für junge Menschen ist die Möglichkeit, sich ohne Konsumzwang im öffentlichen Raum aufhalten zu können, wichtig", schreiben die Grünen. Diese Flächen müssten allerdings für alle Augsburger sicher sein. An einem guten Miteinander von Anwohnern und Besuchern müsse man weiter arbeiten. Die Grünen begrüßten deshalb den Beschluss, "der die enorm wichtige Arbeit des Büros für Kommunale Prävention stärkt und weiter professionalisiert". Mit professionell geleiteter Kommunikation könnten in vielen Fällen Lösungen gefunden und Veränderungen herbeigeführt werden. (pm)

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