Region: Augsburg Stadt

Mobilitätsforum der Stadt: Augsburger wollen "autoarme Innenstadt"

Weniger Autos, bessere Anbindung für den ÖPNV und alternative Verkehrsmittel: Der "Augsburger Mobilitätsplan" soll neu aufgestellt werden und den bestehenden Gesamtverkehrsplan aus dem Jahre 1998 ablösen.

Wie soll die Mobilität in Augsburg in Zukunft aussehen? Bis Ende 2023 will die Stadt ein Gesamtkonzept erarbeiten. Erste Ergebnisse einer öffentlichen Beteiligung liegen dazu laut Stadt nun vor.

Nach einer Auswertung der ersten Beteiligungsphase zeichnen sich der Stadt zufolge "wichtige Leitbildthemen" ab. Unter anderem sei dies eine „autoarme Innenstadt mit hoher Lebens- und Aufenthaltsqualität". Hierzu soll am Freitag, 16. September, ein Thementag am Königsplatz stattfinden. Weitere Thementage sollen zusammen ein zweites Mobilitätsforum bilden.

"Wie soll die Stadt, in der wir leben in Zukunft aussehen?"

Die erste Beteiligungsphase hat für die Stadtpolitik offenbar einige Erkenntnisse gebracht. "Es zeichnet sich ab, dass die Bürgerinnen und Bürger durchaus bereit sind, die Nutzung der Verkehrsmittel zu überdenken, wenn eine Alternative verfügbar ist. Der ÖPNV – als vollwertige Alternative zum motorisierten Individualverkehr – hat hier eine besondere Bedeutung, wenn der Umstieg vom Auto auf klimaneutrale Verkehrsmittel gelingen soll", wird Baureferent Gerd Merkle in einer Presseerklärung der Stadt zitiert. Ob und wie die Öffentlichen Verkehrsmittel in Augsburg allerdings tatsächlich eine Alternative sein können, darauf geht die Stadtpolitik in der Erklärung nicht ein. Von Oberbürgermeisterin Eva Weber heißt es: "Unsere Verkehrswege prägen unsere Umgebung in wesentlichem Ausmaß und nehmen viel vom öffentlichen Raum in Anspruch". Es gehe also vor allem um die Fragen: "Wie soll die Stadt, in der wir leben in Zukunft aussehen?"

Die Forderung nach "kostengünstigerem ÖPNV" sei ein zentrales Thema in allen Beteiligungsformaten gewesen. Die Kommunen seien laut Merkle dabei jedoch auf finanzielle Unterstützung durch Bund und Länder angewiesen, um kostengünstigere Tarife und den erforderlichen Ausbau der Angebote stemmen zu können.

Knapp 2000 Augsburger beteiligten sich bislang

Etwa 150 Augsburger brachten sich laut Stadt beim ersten Mobilitätsforum ein, an der Online-Umfrage nahmen mehr als 1700 Personen teil. Wer seine Meinung zum Thema Verkehr kundtun möchte, hat im Zuge der Europäischen Mobilitätswoche von 16. bis 23. September beim "Zweiten Mobilitätsforum" die nächste Gelegenheit dazu.

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