Region: Augsburg Stadt

Parkgebühren in Augsburg steigen: Stadt rüstet 120 Automaten um

Die neue Parkgebührenordnung für Augsburg macht unter anderem das Parken in der Innenstadt teurer.

Das Parken in der Augsburger Innenstadt wird teurer. Bereits vor einigen Monaten beschloss dies der Stadtrat, nun rüstet die Stadt die rund 120 Parkautomaten um. Die Parkgebühr innerhalb des Stadtgebiets wird von 0,60 Euro pro Stunde auf einen Euro und in Gebieten „mit hohem Parkdruck“ von 2 Euro auf 2,60 Euro pro Stunde erhöht. Die „Parkdruck“-Zone wird vergrößert. In manchen Bereichen steigen die Kosten also von 0,60 Euro auf 2,60 Euro, weil diese nun zur teureren Zone zugerechnet werden. Zudem wird die „Semmeltaste“ abgeschafft und die Automaten nehmen künftig keine Kupfermünzen und auch keine Zehn-Cent-Münzen mehr.

Im November und im März hatte der Stadtrat die Änderungen an der Gebührenordnung beschlossen. Danach wird nun unter anderem das kostenlose Kurzzeitparken, die sogenannte Semmeltaste, abgeschafft. Diese hatte es Autofahrern bislang erlaubt, eine halbe Stunde lang kostenlos in der Augsburger Innenstadt zu parken. In der neuen Parkgebührenordnung wird hinsichtlich der Tarife zwischen Parkzone „Innenstadt“ und Parkzone „Sonstige“ unterschieden. Künftig ist ein Mindesteinwurf in der Parkzone „Innenstadt“ von 0,50 Euro und in der Parkzone „Sonstige“ von 0,20 Euro erforderlich. „Kupfermünzen können an den Parkautomaten nicht mehr verwendet werden“, betont die Stadt. 

Kritik an den Änderungen kommt von der SPD: „Angesichts der hohen Inflation, der drastisch gestiegenen Energiepreise und der sich eintrübenden wirtschaftlichen Lage, ist es ein falsches Signal, den Bürgern auch noch durch die Änderung der Parkzonen über die Hintertür ins Portemonnaie zu greifen“, sagt der Augsburger SPD-Vorsitzende, Dirk Wurm. Gegen eine moderate Erhöhung der Gebühren habe niemand etwas, sagt er. Doch nun komme es für einige Bereiche „zu Steigerungen um mehr als 300 Prozent“. So steige etwa in der Bäckergasse die Parkgebühr von 60 Cent je Stunde auf künftig 2,60 Euro. 

Die Umstellung sei ein „wirksames Instrument“, um „steuernd in die Nutzung des begrenzten öffentlichen Raums einzugreifen“, hatten Stadtspitze und Stadtverwaltung im Voraus der Stadtratsabstimmung im März begründet. Durch die Zunahme an Einwohnern, Pendlern und zugelassenen Fahrzeugen wachse der Bedarf an Parkplätzen immer weiter. Gleichzeitig sei das Parken auch ein wichtiger Bestandteil der Verkehrspolitik, die künftig eine „Verschiebung bei der Verkehrsmittelwahl“ zu umweltfreundlicher Mobilität fördern soll. (jaf)

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