Region: Augsburg Stadt

Pfleger fordern mehr Personal: Protestaktion am Augsburger Uniklinikum

Verdi hat am Donnerstag zu einer Protestaktion am Augsburger Uniklinikum aufgerufen.

Im Vorfeld an die bundesweite Konferenz der Gesundheitsminister am kommenden Mittwoch hat Verdi Augsburg die Mitarbeiter des Augsburger Uniklinikums am Donnerstag zu einer Protestaktion aufgerufen. Bundesweit führt Verdi vor der Konferenz Aktionen vor Kliniken und Gesundheitsministerien durch, um die Politik auf das fehlende Personal in den Krankenhäusern aufmerksam zu machen.

Dass das "dringlichste Problem" der Branche in der Konferenz gar nicht besprochen werden solle, sei der Hauptkritikpunkt der Protestaktionen, so Verdi Augsburg. "Es werden keine Maßnahmen für verbindliche Personalstandards beschlossen, obwohl das dazu notwendige Programm seit einem Jahr vorliegt", heißt es in der Ankündigung zur Aktion.

Verdi und die Deutsche Krankenhausgesellschaft, ein gemeinnütziger Interessensverband der Krankenhausträger, haben ein solches Programm im vergangenen Jahr entwickelt und an Gesundheitsminister Jens Spahn übergeben. Die Gewerkschaft fordert von dem Minister, das Programm sofort ins Gesetz zu übernehmen, statt ein komplett neues Programm zu entwickeln, das dann erst in mehreren Jahren in Kraft treten könnte.

Bei der Aktion am Uniklinikum wurden 50 leere Stühle zwischen den Beschäftigten aufgestellt, die symbolisch für das benötigte, fehlende Personal stehen sollten. "Die Aufforderung an die Politik lautet, dass sie ihrer Verantwortung gerecht werden muss, wirksame Verbesserungen einzuführen", so Verdi. "Sie soll bessere Arbeitsbedingungen garantieren, indem verbindliche Personalstandards eingeführt werden. Nur so kann das Personal nach der Pandemie im Beruf gehalten werden." (pm)

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