Region: Augsburg Stadt

Positive Bilanz nach Streiks: IG Metall kündigt weitere Aktionen an

(Symbolbild) Neben vielen anderen Betrieben aus der Region hat die IG Metall auch die Mitarbeiter von MAN Energy Solutions zum Warnstreik aufgerufen.

24 200 Mitarbeiter in der Region hat die IG Metall in den vergangenen Wochen zum Streik aufgerufen. Sollte es bis Ostern nicht zu Einigungen in den Tarifverhandlungen kommen, plant die Gewerkschaft weitere Aktionen. 

250 hupende Autos auf dem Messe-Parkplatz, Kundgebungen, früherer Feierabend in zahlreichen Betrieben - seit dem 2. März finden in der Region Warnstreiks statt, zu denen die IG Metall Augsburg aufgerufen hat. Nach vier Wochen zieht die Gewerkschaft nun eine positive Bilanz ihrer Aktionen: "Die Beschäftigten stehen hinter unseren Forderungen und haben mit ihrer großen Beteiligung das richtige Signal gesetzt," so Michael Leppek, Erster Bevollmächtigter der IG Metall.

In der Nacht auf den 2. März war die im Tarifvertrag festgelegte Friedenspflicht zu Ende gegangen, in der nicht gestreikt werden durfte. Doch bis zuletzt habe es, wie die IG Metall berichtete, keine Einigungen am Verhandlungstisch gegeben.

Seit dem 2. März waren insgesamt 24 200 Beschäftigte aus 28 Betrieben in Augsburg und Nordschwaben zu Warnstreiks aufgerufen, darunter bei Osram, Kuka, SGL Carbon, Böwe Systec, MAN Energy Solutions und Premium Aerotec. Wegen der Pandemie ging die IG Metall neue Wege. So wurden die Beschäftigten größtenteils zu Frühschlussaktionen aufgefordert, das heißt sie verließen vor Arbeitsende ihren Arbeitsplatz. Parallel fanden in allen Betrieben sichtbare Aktionen statt.

In den letzten beiden Wochen hatte die IG Metall zu drei großen zentralen Warnstreikkundgebungen in Augsburg, Dillingen und Donauwörth aufgerufen. Während die Beschäftigten der aufgerufenen Betriebe den Arbeitsplatz verlassen hätten, seien Vertrauensleute und Aktive zu Kundgebungen im Autokino-Format zusammengekommen, berichtet die Gewerkschaft. In Donauwörth kam noch ein Autocorso dazu.

"Sollte es in dem Tarifkonflikt bis Ostern keine Lösung geben, werden wir noch einmal nachlegen," kündigt Leppek an. Aktuell bereite man sich auf eine mögliche Eskalation vor. Dies könnten zum Beispiel 24-stündige Warnstreiks sein, so Leppek weiter.

Das Ziel der IG Metall sind vier Prozent mehr Einkommen, Beschäftigungssicherung und eine Perspektive für alle Beschäftigten, besonders aber für Auszubildende. (pm/kd)

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