Region: Augsburg Stadt

Schwimmbäder in Augsburg: Kommt nun endlich eine 50-Meter-Bahn?

Der Augsburger Sportausschuss hat sich nun für einen Neubau eines Hallenbads mit 50-Meter-Bahn ausgesprochen.

Sportausschuss beschließt 50-Meter-Hallenbad und Sanierung des Spickelbads. Bis zur Umsetzung könnte es allerdings noch dauern.

In Augsburg fehlt ein 50-Meter-Hallenbecken. Seit Jahren werden Diskussionen darüber geführt. Nun werde "der Neubau eines Hallenbads mit 50-Meter-Bahn vorangetrieben", so die Stadtspitze aus CSU und Grünen. Ein entsprechender Beschluss wurde am Montag im Sportausschuss gefasst. Zudem wurde beschlossen, den "Masterplan Bäder" weiter umzusetzen. Das Spickelbad stehe dementsprechend von 2022 bis 2024 zur Sanierung an.

Eine "Detail-Untersuchung" für ein 50-Meter-Bad solle nun "durch ein Architekturbüro fortgeführt werden", berichtet die Augsburger Koalition aus CSU und Grünen. Ein 50-Meter-Hallenbad für den Schwimmsport und Schwimmunterricht "wäre ein großer Gewinn für Augsburg", sagt Franziska Wörz, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen. "Wir begrüßen daher die Bemühungen des Sportreferenten Jürgen Enninger, diese Planungen für die Standorte Göggingen beziehungsweise Plärrer voranzutreiben."

Gleichzeitig sei es wichtig, auch den Bestand zu sanieren, um zu verhindern, dass Wasserfläche wegbricht. Die Bemühungen zum Bau des 50-Meter-Bads dürften "nicht zum Stillstand bei den Sanierungen der Bestandsbäder führen", betont auch das Sportreferat. Der Beschluss sieht laut den Regierungsfraktionen deshalb vor, dass die Bestandsbäder "als dezentrale Bäderstruktur in Augsburg" beibehalten bleiben. Sobald die Arbeiten am Alten Stadtbad und am Plärrerbad abgeschlossen sind, soll die Generalsanierung des Spickelbads in Angriff genommen werden.

Wann das neue 50-Meter-Hallenbad tatsächlich gebaut werden könnte, bleibt dagegen weiterhin ungewiss. Laut der Beschlussvorlage kann aufgrund der "durch die Corona-Pandemie beeinflussten Haushaltslage" aktuell kein Zeitraum für die Realisierung des Vorhabens festgelegt werden.

„Das Ziel eines 50-Meter-Hallenbads für Augsburg wollen wir langfristig erreichen", sagt deshalb Sportreferent Jürgen Enninger. "Daher werden wir jetzt die Planungen für das 50-Meter-Bad vertieft vorantreiben und gleichzeitig ein Bad in die Sanierung überführen. Wir dürfen nicht in einen Zustand des Stillstandes verfallen und damit die Wasserfläche insgesamt auf lange Sicht in Augsburg gefährden."

Nach einer Bürgerbeteiligung hatte die Stadtverwaltung bereits eine vertiefte Ausarbeitung zweier möglicher Standorte für das 50-Meter-Becken in Göggingen beziehungsweise am Plärrer in Auftrag gegeben. Allein die Planung, für die bislang 45 000 Euro veranschlagt waren, wird aber wohl teuer als geplant. Ein Kostenvoranschlag des mit der Machbarkeitsstudie beauftragten Architekturbüros beläuft sich auf circa 90 000 Euro. Im Nachtragshaushalt sollen deshalb weitere 45 000 Euro für "Allgemeine Planungen und Untersuchungen" zum 50-Meter-Hallenbad zur Verfügung gestellt werden.

Untersucht werden sollen weiterhin die Standorte in Göggingen beziehungsweise am Plärrer-Familienbad. Das Spickelbad komme aufgrund seiner zentralen Lage für ein 50-Meter-Becken nicht in Frage. Denn mit einem solchen Standort gehe laut CSU und Grünen eine hohe Verkehrsbelastung einher. Der Bau eines Parkhauses solle aber vermieden werden.

Bernd Zitzelsberger, Vertreter der CSU-Stadtratsfraktion im Sportbeirat und Mitglied des Sportausschusses, betont trotz der noch ungewissen Zeitschiene für den Bau des von Vereinen seit Langem geforderten Beckens: Die beschlossenen Planungen zum Bau eines 50-Meter-Hallenbades seien "nach der Machbarkeitsstudie ein ganz wichtiger weiterer Schritt, um mehr Wasserfläche für die Schulen, den Vereinssport und die Öffentlichkeit zu bekommen". (jaf/lat)

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben

 


X