Region: Augsburg Stadt

SPD und Linke fordern Aufhebung der generellen Maskenpflicht in Augsburger Innenstadt

Die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt leide massiv unter der Maskenpflicht, findet die Fraktion aus SPD und Linke. Sie stellt nun einen Dringlichkeitsantrag für die kommende Stadtratssitzung.

Die Augsburger Stadtratsfraktion aus SPD und Linken traf sich jüngst zum Gespräch mit dem Unternehmerkreis „Unternehmer in Not“. Nun stellt die Fraktion einen Dringlichkeitsantrag für die kommende Stadtratssitzung. Dieser beinhaltet unter anderem eine Überprüfung der generellen Maskenpflicht in der Innenstadt; zudem die Erhebung von statistischen Daten der Kontaktnachverfolgung zu Infektionsclustern und, dass diese transparent zur Grundlage einer Eindämmungs- beziehungsweise Öffnungsstrategie gemacht werden. Auch die Entwicklung einer Strategie zur nachhaltigen Stärkung von Handel und Dienstleistungen nach Aufhebung der coronabedingten Beschränkungen fordert die Fraktion.

Zur Maskenpflicht betont Fraktionsvorsitzender und SPD-Stadtrat Florian Freund: „Das Risiko, sich mit SARS-CoV 2 zu infizieren, ist im Freien wissenschaftlich bewiesen deutlich geringer als in Innenräumen." Der Blick in die Augsburger Innenstadt zeige zudem: "Es halten sich derart wenige Menschen dort auf, dass diese weder auf engem Raum noch nicht nur vorübergehend an einem Ort verweilen." Damit sei fraglich, ob überhaupt noch eine rechtliche Grundlage für die Anordnung zur Maskenpflicht vorliege.

Die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt indes leide "massiv unter der Maßnahme", so die Fraktion. Einzelhändler, die mit viel Aufwand "Click & Meet"-Konzepte und Hygienemaßnahmen vorhalten, "haben kaum Kundenfrequenz", so das Fazit der Politiker nach dem Treffen mit dem Unternehmerkreis. "Eine Aufhebung der Maskenpflicht würde den Bummel durch die Innenstadt und den Besuch der Geschäfte wieder deutlich erleichtern und damit wesentlich attraktiver machen". (pm)

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