Region: Augsburg Stadt

Spickelbad-Beschluss: "Es entsteht kein Quadratmeter zusätzliche Wasserfläche, ganz im Gegenteil"

Großstadt ohne 50-Meter-Bahn: Langfristig soll sich dies ändern. Doch nicht allen gehen die Planungen schnell genug.

Der Stadtratsfraktion aus SPD und Linken gehen die Planungen für eine 50-Meter-Schwimmbahn in Augsburg nicht schnell genug voran. Der Sportausschuss hatte am Montag den Bau eines 50-Meter-Hallenbads und die Sanierung des Spickelbads beschlossen. Ersteres soll laut Sportreferent Jürgen Enninger allerdings "langfristig" erreicht werden.

SPD und Linke hatten im Ausschuss gegen die Spickelbad-Sanierung gestimmt. "Mit dem Beschluss des Sportausschusses, das Spickel-Hallenbad zu sanieren, wurde eine große Chance zur Herstellung eines wettkampftauglichen 50-Meter-Hallenbads in Augsburg vertan – wie so oft in den vergangen 30 Jahren", kritisiert die Fraktion. Augsburg brauche dringend mehr Wasserfläche. Die Bestandsanierung des Spickelbades helfe nicht, dieses Ziel zu erreichen. "Es entsteht kein Quadratmeter zusätzliche Wasserfläche, ganz im Gegenteil", sagt Dirk Wurm, sportpolitischer Sprecher der Fraktion. Denn für die Sanierung müsse das Spickelbad ab 2023 geschlossen werden, wohl bis 2026. "Für die Zeit von bis zu drei Jahren geht ein Lehrschwimmbecken und ein 25-Meter-Becken verloren, und dies, obwohl die Nachfrage nach Corona explodiert."

"Wir waren nur noch zwei Schritte von einem 50-Meter-Hallenbad entfernt. Es hätte nur abgestimmt werden müssen, an welchem Standort sich ein 50- Meter-Becken bauen lässt. Am besten, in dem ein bestehender Standort nicht nur saniert, sondern eben entsprechend erweitert wird", so Dirk Wurm. (pm/jaf)

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