Region: Augsburg Stadt

Sandra Hopfensitz holt Silber bei der Deutschen Meisterschaft Lead

Sandra Hopfensitz im Halbfinale

Was für ein spannender Saisonabschluss! 31 Damen und 41 Herren gingen am Samstagmorgen, 02. Oktober 2021, bei noch etwas frischen Temperaturen in die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft Lead. Mehrere hundert Zuschauer feuerten die Sportler*innen vor Ort an. Im Livestream sahen sogar einige tausend zu.

Mit der Startnummer 8 dabei war auch Sandra Hopfensitz, die Lokalmatadorin Augsburgs und einzige Starterin der DAV Sektion Augsburg. Die Erwartungen des heimischen Publikums waren hoch., ebenso der Druck, vor dem heimischen Publikum zu gewinnen. Auch diesmal konnte Hopfensitz die Erwartungen erfüllen und holte sich den 2. Platz der DM Lead.

 

Die Qualifikation

Bereits bei der Qualifikation zeigte sich, dass dies kein leichter Spaziergang für die Starter*innen werden würde. Die Athlet*innen mussten sich in zwei harten, selektive und abwechslungsreichen Routen beweisen. Die Route der Damen Quali 1 zog pumpig und boulderlastig an schwarzen Volumes hoch, was man den Kletterinnen auch anmerkte. Die Damen Route 2 war aufgrund der flachen Griffe und Tritte ebenfalls schwierig zu meistern. Die meisten Starterinnen rutschten einfach raus. Keine Starter*in schaffte eine Topbegehung. Trotz allem lieferte Sandra Hopfensitz eine stabile Leistung und zog ruhig eine Runde weiter.

Ähnlich sah es auch bei den Herren aus. Auch hier gab es kein Top. Gerade die Route zwei hatte es in sich. In der Wandmitte befanden sich viele flache Halbkugeln, über die nur Yannick Flohé, der amtierende Deutsche Meister im Boulder, kam.

 

Das Halbfinale

Bei fast schon sommerlich anmutenden 20 Grad ging es gegen Mittag ins Halbfinale. Auf den ersten Blick wirkten die Routen sehr anspruchsvoll. Dies bestätigte sich auch bei der Durchführung. Am Ende schaffte es kein*e Athlet*in bis zum Top.

 

Das Halbfinale der Frauen wurde von Hanna Meul und Lucia Dörffel dominiert. Knapp über der Hälfte der Damen-Route wartete das Dach, dass nur wenige schafften. Doch schon vorher musste eine schwierige Stelle gemeistert werden, die den meisten Athletinnen bereits zum Verhängnis wurde, eine Abfolge von kleinen Leisten im doch recht überhängenden Wandteil. Sandra Hopfensitz schaffte mit einer souveränen Leistung auf Platz 8 knapp den Einzug in das Finale. Die ersten beiden Plätze holten sich Hannah Meul (1) und Lucia Dörffel (2), die beide an ihre starke Leistung in der Qualifikation anschlossen. Weiterhin zogen ins Finale ein: Martina Demmel (3), Roxana Wienand (4), Luisa Flohé (5), Lucie Molitor (6), Florence Grünewald (7).

 

Auch den Herren wurde es nicht leicht gemacht. Die Route begann mit großen Griffen, die den meisten Athleten bereits viel Kraft kosteten. Schon nach den ersten Metern musste ein dynamischer Kreuzzug bewältigt werden. Im Dach wurde es dann richtig schwer. Auf brutale und weite Schulterzüge folgte ein extrem schwieriger Kreuzer aus dem Überhang heraus an eine abschüssige Leiste. Spätestens hier war für die meisten Schluss. Besonders beeindruckte der alteingesessene Profi Sebastian Halenke. Er meisterte die schwierige Dachpassage als wäre es ein Spaziergang. Ohne große Anstrengung hangelte er an einen großen Aufleger, um dann einfach weiter zu klettern. Bei einer so souveränen Leistung war der Einzug in das Finale auf Platz 1 mehr als verdient. Knapp hinter ihm zog Yannick Flohé ins Finale ein, der sich nach einem wackeligen Start berappelte und Halenke doch noch gefährlich nahekam. Weiterhin zogen Jonas Brandenburg (3), Lars Hoffmann (4), Christoph Schweiger (5), Michael Ullrich (6), Moritz Welt (7), Philipp Martin (8) ins Finale ein.

 

Das Finale der Damen

Langsam wurde es dunkel. Die 18 Meter hohe Wand erstrahlte im Scheinwerferlicht. Dies schuf eine beeindruckende Atmosphäre. Als erstes startete Sandra Hopfensitz. Sie zeigte ihr Können in einer sehr gut gelungenen Performance. Sie kam an den großen Klettergriffen (Makros) im unteren Bereich gut los. An der fünften Exe gelang ihr ein etwas gewagter Sprung. Weitere Passagen, die boulderartig wirkten, meisterte sie ebenfalls souverän. An Exe neun war dann jedoch Schluss. Wie schwer die Route im Gesamten war, zeigte sich dann auch bei den nachfolgenden Athletinnen. Nur Martina Demmel schaffte einen Griff mehr als Hopfensitz und holte sich damit ganz knapp vor der Augsburger Lokalmatadorin den Titel.

 

Das Endergebnis der Frauen lautet:

Martina Demmel (DAV Allgäu-Kempten) Sandra Hopfensitz (DAV Augsburg) Lucie Molitor (DAV Zweibrücken) Lucia Dörffel (DAV Chemnitz) Roxana Wienand (DAV Aschaffenburg) Luisa Flohé (DAV Aachen) Florence Grünewald (DAV Kaiserslautern) Hannah Meul (DAV Rheinland-Köln)

 

 

Das Finale der Herren

Auch die Herren schenken sich im Finale nichts. Doch auch hier gibt es keinen Top. Als erster geht Philipp Martin an die Wand und legt gleich gut los. Er schafft es mit viel Power bis knapp drei Meter unter das Top. Was für eine Leistung, die schwer zu schlagen ist. Sein Nachfolger, Moritz Welt, stürzt knapp über dem Dach. Als drittes startet Michael Ullrich und fällt an der gleichen Stelle wie Philipp Martin heraus. Da er im Halbfinale die bessere Wertung hatte, liegt er nun vor Philipp Martin. Nur Yannick Flohé kommt nach einerm wackeligen Start genaue einen Griff weiter und holt sich somit Gold.

 

Das Endergebnis der Männer lautet:

Yannick Flohé (DAV Aachen) Michael Ullrich (DAV Memmingen) Philipp Martin (DAV Allgäu-Kempten) Sebastian Halenke (DAV Schwäbisch Gmünd) Christoph Schweiger (DAV Ringsee) Moritz Welt (DAV Erlangen) Lars Hoffmann (DAV AlpinClub Hannover) Jonas Brandenburg (DAV Wuppertal)

 

Die DAV Sektion Augsburg und der DAV Bundesverband bedanken sich bei allen, die zum Gelingen dieser großartigen Veranstaltung beigetragen haben.

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