Region: Augsburg Stadt

Surfwelle in Augsburg rückt einen Schritt näher

Hier entsteht die Surfwelle: Sportreferent Jürgen Enninger (Mitte) überbrachte den Surffreunden Augsburg am Donnerstag den Förderbescheid der Stadt Augsburg.

Am Senkelbach in Augsburg soll eine künstliche Surfwelle für Wellenreiter entstehen. Gefördert wird diese Initiative des Vereins "Surffreunde Augsburg" vom Freistaat und der Stadt Augsburg. Ihren Förderbescheid über 90 000 Euro hat die Stadt nun an den Verein übergeben. Damit seien die Fans des Wassersports "der Umsetzung unseres Traums wieder einen großen Schritt näher gekommen".

Die 90 000 Euro könne man nun abrufen, so der Verein. Die Förderung der Stadt war zudem auch Voraussetzung für die Förderung des Freistaats, der das Projekt mit 200 000 Euro bezuschussen will. Laut den Surffreunden werde es nun aber voraussichtlich noch eine Weile dauern, bis auch der Förderbescheid des Freistaats mit den genauen Förderrichtlinien vorliegt.

"Wenn der Freistaat Bayern die Welle im Senkelbach finanziell unterstützt, dann beteiligt sich natürlich auch die Stadt Augsburg", sagte Kultur- und Sportreferent Jürgen Enninger am Donnerstag, als er dem Verein den amtlichen Bescheid überbrachte. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Bauausschuss des Augsburger Stadtrats die Surfwelle als förderfähig eingestuft. Der angedachte Ort an der Langenmantelstraße gegenüber dem Plärrergelände wird künftig in unmittelbarer Nähe zu einem neuen Wohnquartier liegen, das die Firma Segmüller auf dem Gelände des ehemaligen Lederle-Möbelhauses entwickelt.

Die Surffreunde betonen, dass für ihre Welle "keine Energie, geschweige denn ein Motor oder eine Turbine erforderlich ist". Man nutze ausschließlich die Wasserkraft des Senkelbachs und werde außerdem wiederverwendbare Materialien wie Stahl, Beton und Holz verwenden. "So wollen wir die Surfwelle möglichst nachhaltig gestalten", sagt der Verein. "Wenn unser Projekt im Senkelbach erfolgreich läuft, hoffen wir, auch andere Standorte für klimafreundliche und kostengünstige Lösungen zu begeistern, anstatt den wachsenden Trendsport mit Strom fressenden Surfparks zu bedienen."

Die Surfwelle solle auch "sozial verträglich" sein, insbesondere im Hinblick auf die bestehende Nachbarschaft und die geplante Bebauung des Lederle-Areals. So soll die Surfwelle nur untertags genutzt werden können. "Unser Einbau wird die Senkelbachschwelle zudem sicherer und leiser machen", verspricht der Verein. "Hinter dem nächsten Busch wird man nichts mehr vom Surfen mitbekommen, so wie man es auch von der bekannten Eisbachwelle in München kennt." (pm)

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