Region: Augsburger Land

Ausbreitung des Virus soll durch Hygiene, Impfungen und Schnelltests weiter eingedämmt werden

LeserReporter Landkreis Augsburg

Landkreis informiert über aktuellen Stand

Nachdem die Schulen und Kitas seit Montag, 22. Februar 2021, zum Teil wieder in Präsenz öffnen konnten und in Kürze auch erste Lockerungen für Friseure folgen werden, ist es besonders wichtig, die Zahl der Neuinfektionen durch die Einhaltung der geltenden
Hygienemaßnahmen und ein ausgeweitetes Testangebot weiter auf einem niedrigen Niveau zu halten. „Leider sind auch im Landkreis Augsburg inzwischen einige Fälle von Virusmutationen bekannt“, zeigt sich Landrat Martin Sailer besorgt. Seit Montag, 15. Februar 2021, sind alle Labore in Bayern dazu angehalten, positive Befunde von Corona-PCR-Tests zusätzlich auf vorhandene Mutationen zu überprüfen. Auf diese Weise wurden bislang insgesamt 46 Verdachtsfälle von Mutationen (29 B.1.1.7 (UK), 14 B.1.351 (Südafrika) oder B1.128 (Brasilien) sowie drei Fälle, bei denen noch nicht klar ist, um welche Mutation es sich handelt) bekannt. Die 29 Fälle der britischen Virusvariante wurden inzwischen bestätigt. Die Ergebnisse der Sequenzierung der weiteren Verdachtsfälle steht noch aus. Um die Bevölkerung weiter für die Thematik zu sensibilisieren, nimmt der Landkreis Augsburg die Fälle der Virusvarianten künftig in seine Graphik der täglich veröffentlichten Zahlen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus mit auf.

 

Zahl der Impfungen schreitet voran

Das wichtigste aller Mittel im Kampf gegen das Virus ist aktuell neben der Einhaltung der Hygieneschutzmaßnahmen die Corona-Schutzimpfung. Aufgrund kontinuierlicherer Impfstofflieferungen durch den Freistaat verzeichnet der Landkreis inzwischen insgesamt 16.213 verabreichte Impfdosen, davon 10.504 Erstimpfungen und 5.709 Zweitimpfungen. „Natürlich werden dadurch noch immer nicht die Bedarfe gedeckt, die wir derzeit von unseren Bürgerinnen und Bürgern widergespiegelt bekommen“, betont Sailer, „aber es scheint zumindest langsam in die richtige Richtung zu gehen.“ Da die bayerische Impfsoftware BayIMCO nunmehr in der Lage ist, AstraZeneca den gesetzlichen Prioritäten entsprechend impfwilligen Personen zuzuordnen und Impftermine zu planen, wird in der kommenden Woche im Impfzentrum in Gablingen neben den Impfstoffen von BioNTech/Pfizer und Moderna nun auch dieser Impfstoff verimpft werden können. „Auch, wenn der Ruf von AstraZeneca in der Öffentlichkeit nicht der beste sein mag, so schützt der Impfstoff doch massiv gegen schwere Verläufe einer Infektion und senkt damit die Wahrscheinlichkeit an oder mit COVID-19 zu versterben enorm. Dementsprechend ist eine Impfung mit AstraZeneca sehr sinnvoll, um sich gegen das Virus zu schützen“, hält der Landrat fest und ergänzt: „Ich würde jedem dazu raten, ein entsprechendes Impfangebot wahrzunehmen.“

 

Impfwillige möchten sich unter impfzentren.bayern registrieren

Da die Impf-Terminvergabe – mit Ausnahme der Terminierung der Über-80-Jährigen, die im Landkreis postalisch angeschrieben werden – künftig ausschließlich über die bayernweite Software BayIMCO ablaufen soll, werden alle Impfwilligen gebeten, sich zeitnah unter impfzentren.bayern für die Corona-Schutzimpfung zu registrieren. Da es in den vergangenen Tagen im Impfzentrum aber immer wieder zu einer Vielzahl wartender Personen gekommen ist, weißt der Landrat nochmals darauf hin, dass es absolut ausreichend ist, maximal 15 Minuten vor dem vereinbarten Impftermin vor Ort in Gablingen zu sein. „Sollte der Impftermin beim Eintreffen noch deutlich weiter in der Zukunft liegen, kann es sein, dass das Sicherheitspersonal vor Ort Sie bitten muss, etwas später wieder zu kommen, da sonst die notwendigen Abstände nicht eingehalten werden können“, erläutert Sailer.

 

Landrat appelliert, Schnelltestangebote zu nutzen

Um potenzielle Infektionsketten schnellstmöglich zu unterbrechen, rät Landrat Martin Sailer allen Personen, nach Möglichkeit vorhandene Schnelltestangebote zu nutzen. „Zudem möchte ich auch die im Landkreis ansässigen Unternehmen dringend bitten, zu überprüfen, ob auch sie Schnelltests für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anbieten können“, so Sailer. Auf diese Weise könne man allen ein kleinwenig mehr Sicherheit bieten, insbesondere dann, wenn nicht vollumfänglich aus dem Homeoffice gearbeitet werden kann.

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