Region: Augsburger Land

Der direkte Draht zur Politik: Interkommunale BI im Austausch mit Landtagsabgeordneten

StaZ-Reporter Ludwig Lenzgeiger aus Adelsried
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Aus zahlreichen Gemeinden schließen sich Bürger gegen die Planungen der Bahn zusammen.

Zusmarshausen. Die interkommunale Bürgerinitiative entlang der Autobahn A8, die sich für den Bahnausbau mit Mehrwert für die Region einsetzt, war bereits im vielfältigen im Austausch mit Landtags- und Bundestagsabgeordneten unterschiedlicher Parteien.

„Wir möchten den direkten Draht zur Politik pflegen“, hält Josef Stöckle, Gründer der interkommunalen Bürgerinitiative, fest. Dies gelinge durch ständige Vernetzung mit den Mandatsträgern der Region. Mit den Bundestagsabgeordneten der SPD, Ulrike Bahr und Christoph Schmid, gab es bereits einen Vor-Ort-Termin (wir berichteten). Mit den Landtagsabgeordneten der Grünen, Stefanie Schuhknecht und Maximilian Deisenhofer, sowie dem Freien Wähler Fabian Mehring fanden bereits digitale Veranstaltungen statt.

„Wir schätzen es, dass die Politiker sich unseren Fragen und Anregungen stellen und dass diese Verständnis für unsere Situation sowie die Bereitschaft zur Zusammenarbeit signalisieren. Gleichzeitig zählen wir auch darauf, dass, wenn es zum Schwur kommt, wir nicht alleine dastehen“, erklärt der Wollbacher Mitgründer Johann Weindel.

Nicht allein zur Vernetzung seien die Gespräche laut Weindel wertvoll, sondern sie brächten auch Licht in das Planungsdunkel der Bahn, die bei vielen Informationen gezielt im Vagen bleibe, um Widerstand zu mindern.

In der jüngsten Schalte mit MdL Fabian Mehring, Mitglied im Projektkoordinierungsrat, war mithin aus Sicht der BI die Feststellung wichtig, dass vor allem die Einigkeit der Region zähle. Die Aufrechterhaltung von Kernpunkten des bestehenden Kreistagsbeschlusses, mit welchem beim Bahnausbau ein Mehrwert für die Region eingefordert wird, sei zentral. Nur auf dieser Grundlage könne man auch an der Bestandsstrecke planerische Nachverbesserungen einfordern und überhaupt etwas für den Landkreis gewinnen.

„Eine bessere, pünktlichere Nahverkehrstaktung, Lärmschutz für Güter- und Fernverkehr, Ausbau und Barrierefreiheit der bestehenden Infrastruktur, all dies ist nur entlang des Bestandes und gemeinsam zu erreichen, nicht mit einer Monstertrasse auf der grünen Wiese. Uneinigkeit nützt nur der Bahn“, fasste Moderator Heiko Mohr aus Adelsried den Tenor der Besprechung zusammen.

Die interkommunale BI geht derweil weiter in der Vernetzung mit der lokalen Politik. Als Nächstes besucht der Direktabgeordnete im Deutschen Bundestag, Hansjörg Durz, von der CSU die Vertreter vor Ort, um mit Ihnen die Strecke abzufahren und ins Gespräch zu kommen.

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