Region: Augsburger Land

„Unsere Kritik war und ist berechtigt“: Paukenschlag beim Bahnprojekt

StaZ-Reporter Ludwig Lenzgeiger aus Adelsried
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In Streitheim warnte die interkommunale BI bereits mit einem Schild vor einem drohenden „DBakel“.

Wollbach. Angesichts der jüngsten Erkenntnisse aus dem Bundesverkehrsministerium zum Bahnprojekt Ulm-Augsburg, die der Bundestagsabgeordnete Hansjörg Durz zutage gefördert hat, sieht sich die interkommunale Bürgerinitiative an der A8 in ihrer Arbeit bestätigt. Das Projekt müsse grundständig neu aufgerollt werden, so die Bürgervertreter.

„Unsere Kritik an den bisherigen Planungen war und ist berechtigt. Wir können Herrn Durz nur dankbar sein, dass er nicht lockergelassen hat und lässt. Denn alle die Kritikpunkte und Warnungen, die wir bislang vorbrachten, zeigen sich nun bestätigt“, erklärt Josef Stöckle für die interkommunale Bürgerinitiative entlang der A8. Die Mitglieder im Leitungsgremium der Bürgerinitiative sehen nun die Bahn und die Bundespolitik in der Pflicht. Man müsse jetzt den Mut haben und die Planungen unter Heranziehung von Experten sowie der Perspektive der Bürgerinitiativen und des Mehrwerts für die Region neu aufrollen, erklärt Stöckle weiter. „Als Mitglieder im Netzwerk Schwabentrasse (BISCHT), das Initiativen entlang der gesamten geplanten Strecke umfasst, betonen wir hiermit unsere Forderung. Das Bahnprojekt muss zurück auf Los geschickt werden, denn die Aussagen aus dem Verkehrsministerium machen deutlich, dass die Bahn ungebremst auf ein Verkehrsfiasko zurast“, bekräftigt Stöckle seine Sicht der Dinge. Es sei geradezu alarmierend, dass offenkundig bislang auf den zahlreichen Dialogveranstaltungen und Gesprächen mit Projektverantwortlichen seitens derselben entweder falsch oder zumindest uninformiert kommuniziert worden sei. „In den Gesprächen mit uns wurde konsequent Druck aufgebaut, wobei auf die angeblichen Planungsvorgaben und das Abhängen der ganzen Region hingewiesen worden sei. Dass diese Vorgaben aber offensichtlich nur die Wünsche der Bahn sind und mit den echten Bedarfen wenig zu tun haben, macht fassungslos“, so Stöckle abschließend, denn gerade der angebliche Planungsauftrag sei stets das „Totschlagargument“ gegen die Vorschläge der Bürgerinitiativen gewesen.

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