Region: Augsburger Land

Selbst die Zukunft gestalten: Landkreis-JU im Austausch mit Eduard Oswald

StaZ-Reporter Ludwig Lenzgeiger aus Adelsried
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Von Erfahrung für heute und morgen profitieren – Eduard Oswald diskutierte mit den JUlern über aktuelle politische Themen und was man aus der Vergangenheit für die Gegenwart lernen kann.

Königsbrunn. 50 Jahre ist es her, dass Eduard Oswald zum Kreisvorsitzenden des damals durch die Gebietsreform neu eingerichteten JU-Kreisverbandes Augsburg-Land gewählt wurde. Die JU nahm es zum Anlass, mit dem ehemaligen Bauminister, Bundestagsvizepräsidenten und Heimatabgeordneten in Berlin in den Austausch für die Gegenwart zu kommen.

„Nur noch 45 % der Weltbevölkerung leben in einer Demokratie. Auch bei uns muss deshalb Demokratie ständig verteidigt werden und für unser demokratisches System geworben werden. Nichts ist selbstverständlich“, so Eduard Oswald, Bundestagsvizepräsident a.D. Der ehemalige Bundesminister kam auf Einladeung der Jungen Union im Landkreis Augsburg, deren Vorsitzender er selbst vor 50 Jahren wurde. Entsprechend herzlich hatte die JU-Chefin Lisa Wolf (Königsbrunn) den langjährigen Parlamentarier begrüßt und mit Blick auf seine eindrucksvolle Karriere vorgestellt. Dieser stand den Nachwuchspolitikern engagiert Rede und Antwort.

„In einer Demokratie ist die Politik nur so gut oder so schlecht, wie die Menschen bereit sind, sich in den Parteien zu engagieren. Die Parteien sind die tragende Säule der parlamentarischen Demokratie“, warb Oswald für das Engagement nicht allein in der JU und CSU. So sehr die kontinuierliche Kritik an den politisch Handelnden in unserem freiheitlichen System notwendig sei, so sehr müsse sich doch jeder einzelne Bürger fragen, warum er sich nicht engagiere. Darum dankte Eduard Oswald den Mitgliedern der JU für ihre Mitwirkung. „Ideen einzubringen und Vorschläge für die Gestaltung von Gegenwart und Zukunft zu machen, ist eine reizvolle Aufgabe. Denn “, so Oswald weiter, „es geht um eure Zukunft, gestaltet sie selbst. Dass man dabei auch einmal über das Ziel hinausschießen kann, ist ganz normal und gehört im lebendigen Parteileben dazu.“

Er warb dafür, einander zuzuhören und auch auf die Argumente der politischen Konkurrenz einzugehen. „Demokratie lebt vom Wettbewerb der Standpunkte und Ideen, immer aber muss sich politisches Handeln als Dienst an den Menschen verstehen, als Dienst für die Gemeinschaft“, stellte Oswald klar.

Die zahlreich erschienen JUler dankten Oswald die Einblicke in seinen Erfahrungsschatz mit großem Interesse und reger Diskussion sowie andauerndem Beifall. Der Einladung zum Weißwurstfrühstuck durch den ehemaligen Abgeordneten waren auch der stellvertretende JU-Landesvorsitzende Dr. Ludwig Lenzgeiger (Adelsried) und der JU-Bezirksvorsitzende Manuel Knoll (Höchstädt) gefolgt.

Lisa Wolf war sich mit den JU-Vertretern vor Ort wie auch der höheren Ebenen einig, auch weiterhin den Rat der erfahrenen Politiker für die eigene Arbeit einzuholen und diese so auf ein festes Fundament zu stellen.

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