Region: Augsburger Land

Aystetten braucht mehr Betreuungsplätze

Freie Mitarbeiterin Jutta Kaiser aus Neusäß
In der kurzen Bahnhofstraße wurde zum sicheren Überqueren der Straße, vor allem für Schüler, ein Zebrastreifen angebracht.

Die Gemeinde muss zahlreiche Projekte in Angriff nehmen und hat schon einige erfolgreich beendet.

Seit Jahren beschäftigt sich die Gemeinde Aystetten mit dem ökologischen Ausbau des Mühlbachs, um den Bachlauf, der kerzengerade entlang von Wohngebieten durch den Ort führt. Zwei Drittel legt der Bach verrohrt unterirdisch durch Aystetten zurück. Auf Höhe der Wohngebiete verläuft er als offenes Gerinne. Sämtliches Oberflächenwasser der Gemeinde, die auf drei Seiten ansteigt, läuft aus drei Einläufen in den Mühlbach. Gerade bei Starkregenereignissen besteht deshalb die Gefahr eines gefährlichen Rückstaus vor dem Brückenbauwerk, womit der Bach überzulaufen droht. Somit ist es dringend notwendig, dem Bach und der Vegetation mehr Platz zu geben. Ein Aufweiten des Mühlbachs auf einer Länge von 800 Metern sowie Absenken der Talsohle soll die Abflusssituation verbessern. Künftig soll sich das Wasser laut Planung eines Ingenieurbüros durch den Ort schlängeln und damit eine mögliche Überschwemmung verhindert werden. Der Mühlbach verläuft geradlinig parallel zum Weldenbahn-Radweg von Westen nach Osten Richtung Hammel, einem Ortsteil der Stadt Neusäß, und mündet dort in die Schmutter. Auch soll mit den Maßnahmen ein guter ökologischer Zustand durch Aufwertung mit Steinen, Windungen und Totholz erreicht werden.

Kinderbetreuung

Die Kita in Aystetten platzt aus allen Nähten. Derzeit sind in der Gemeinde 16 Krippen- und 75 Kindergartenplätze vorhanden. Sie bietet somit Betreuungsplätze für 91 Kinder. Für die nächsten Jahre muss aber mit 124 Plätzen geplant werden. Der Gemeinderat stellte nun den Bedarf an jeweils einer neuen Krippen- sowie Kindergartengruppe fest und beschloss, dass kurzfristig eine weitere Kinderbetreuungsstelle eingerichtet werden muss. „Nicht nur dass viele junge Paare von der Stadt gerne aufs Land ziehen und dort bauen. Irgendwann werden die Häuser, die noch von alleine lebenden über 80-Jährigen bewohnt werden, ebenfalls von jungen Familien bewohnt“, nimmt Bürgermeister Peter Wendel an. Ins Auge gefasst wurden inzwischen zwei Möglichkeiten mit Containerlösungen. So könnte die neue Kita am Dorfteich oder dem Parkplatz der bereits bestehenden Kita errichtet werden. Somit stellte die Gemeinde einen Bauantrag für beide möglichen Orte, womit die letztendliche Entscheidung beim Landratsamt liegt. Angebote wurden bereits eingeholt. Das größte Problem allerdings ist nicht einfach zu lösen. Es ist praktisch kein Personal zu bekommen.

Ein Zebrastreifen

Die lange geplante Ortsmitte wurde ad acta gelegt. In der kurzen Bahnhofstraße wurde zwischen der Bäckerei und der Metzgerei zum sicheren Überqueren der Straße ein Zebrastreifen angebracht.

Straßen saniert

Neben der Hans-Sailer-Straße, die bei der Sanierung neben einer neuen Wasserleitung auch einen neuen Schutz- und Regenwasserkanal erhalten hatte und vor wenigen Wochen asphaltiert wurde, wurde auch der erste Teilabschnitt des langen Grasweiherwegs saniert. Auch hier werden eine neue Wasserleitung sowie Schutz- und Regenkanal eingebaut. Die Baumaßnahmen sollen Ende 2022 fertig sein. 

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