Region: Dillingen|Wertingen

Wildunfall bei Bissingen nicht gemeldet

Ein Wildunfall muss gemeldet werden, sonst drohen strafrechtliche Folgen.

Mehrere Meldungen gingen am Freitagmorgen bei der Polizei ein, dass ein offensichtlich schwer verletztes Reh nach einem Wildunfall in einem Feld entlang der Kreisstraße DLG 26 zwischen den Ortschaften Stillnau und Rohrbach, kurz vor der Grenze zum Landkreis Donau-Ries, liege.

Der Fahrzeugführer, der mit dem Tier zusammengestoßen war, hatte den Wildunfall weder bei der Polizei noch beim zuständigen Jagdrevierinhaber gemeldet. Die noch nicht verendete Rehgeiß "musste so unter unsäglichen Schmerzen längere Zeit ausharren", so die Polizei in ihrem Bericht, bis sie von einem Jagdausübungsberechtigten "nach sachkundiger Inaugenscheinnahme tierschutzkonform getötet" worden sei.

In diesem Zusammenhang weist die Polizeiinspektion Dillingen ausdrücklich darauf hin, dass Wildunfälle unverzüglich beim Revierinhaber oder der Polizei zu melden sind. Zuwiderhandlungen sind nach dem Bayerischen Jagdgesetz bußgeldbewehrt. Wird der Wildunfall nicht gemeldet und ist das Tier dadurch unnötigen Qualen ausgesetzt, greifen überdies die Strafvorschriften des Tierschutzgesetzes. Es drohen Geldstrafen und sogar Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren. Bleibt das Wildtier nach der Kollision mit einem Fahrzeug verletzt oder tot auf der Straße liegen und kollidiert ein weiterer Verkehrsteilnehmer mit dem Tierkörper, weil der Wildunfall ungemeldet blieb, erfüllt sich generell der strafgesetzliche Tatbestand der „Gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr“. (pm)

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