Region: Allgäu

144 Päckchen Haschisch im Körper geschmuggelt – Augsburger Drogenspürhund kommt Tätern auf die Schliche

Mehrere Drogenpäckchen trug der 25-Jährige am Körper. Der 52-Jährige dagegen hatte insgesamt 144 der Päckchen nicht an seinem sondern in seinem Körper geschmuggelt.

Von einer Kontrolle am Allgäu Airport in Memmingerberg, die bereits am 24. Juli stattfand, berichtet der Augsburger Zoll am Donnerstag. Demnach nahm die Spanienreise von zwei Deutschen im Alter von 25 und 52 Jahren ein jähes Ende. Ein Drogenspürhund des Zolls wurde auf die beiden aufmerksam, was eine weitere Kontrolle durch den Zoll zur Folge hatte.

Als die beiden Männer nach ihrer Ankunft aus Malaga den Flughafen Memmingerberg verlassen wollten, zeigte der ausgebildete Rauschgiftspürhund Astan reges Interesse an den zwei Reisenden. Nun lag laut Angaben des Zolls der Verdacht nahe, dass die Beiden zumindest Kontakt mit Drogen hatten. Der daraufhin von den Zollbeamten durchgeführte Drogen-Wischtest bestätigte dann das Anzeigeverhalten ihres vierbeinigen Kollegen, weshalb die beiden Reisenden einer intensiveren Kontrolle unterzogen wurden.

Bei der Überprüfung des Gepäcks seien keine Drogen zu finden gewesen, deshalb wurden die Reisenden zunächst einer körperlichen Durchsuchung unterzogen. Dabei seien im Genitalbereich des Jüngeren, in Socken eingewickelt, mehrere sogenannte Bodypacks, also meist in Kondome verpackte und zum Schlucken bestimmte Drogenpäckchen, mit insgesamt 115 Gramm Cannabis und fünf Gramm Kokain aufgefunden.

Die körperliche Durchsuchung des 52-Jährigen hätte dagegen kein Ergebnis erbracht. Nachdem aufgrund der bisherigen Erkenntnisse der Verdacht nahe lag, dass Drogen nicht nur am Körper, sondern unter Umständen auch im Körper versteckt eingeschmuggelt werden sollten, nahm der Zoll Kontakt zur Staatsanwaltschaft auf, die daraufhin eine körperliche Untersuchung der Reisenden anordnete. Die Röntgenuntersuchung der beiden habe dann ein umgekehrtes Ergebnis ergeben. Hatte der 25-Jährige keine Päckchen im Körper, zeigte das Bild beim 52-Jährigen, dass sich im Magen-Darmtrakt zahlreiche Fremdkörper befanden.

Diese mussten dann über mehrere Tage auf natürlichem Weg unter amtlicher Überwachung ausgeschieden werden. Insgesamt seien nach und nach 144 Päckchen mit schätzungsweise 900 bis 1.000 Gramm Haschisch zum Vorschein gekommen. Die genaue Menge sowie der Reinheitsgrad der Drogen müsse noch im Labor ermittelt werden. Gegen beide Männer, die einen festen Wohnsitz in Deutschland haben, sei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. (pm)

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