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Polizei zieht erste Bilanz der Kontrollen zur Corona-Verfügung

Zur Überwachung der Allgemeinverfügung waren im Zeitraum Mittwoch, 15 Uhr, bis Donnerstag, 8 Uhr, in Nordschwaben knapp 230 Polizeibeamte im Einsatz (Symbolbild).

Seit Mittwoch, 15 Uhr, kontrolliert die Polizei in der Region Augsburg die Einhaltung aller Verfügungen, Betriebsuntersagungen und Veranstaltungsverbote vor dem Hintergrund des Coronavirus.

Der Polizei-Pressestelle zufolge überprüften die Einsatzkräfte bis in die Morgenstunden des heutigen Donnerstag über 1900 Objekte und Anlagen, die von den Beschränkungen der Allgemeinverfügung erfasst sind. Davon waren etwa 1600 der betroffenen Betriebe und Freiflächen geschlossen beziehungsweise menschenleer. In knapp 300 Fällen waren gewerbliche Betriebe entgegen der Allgemeinverfügung geöffnet beziehungsweise es hielten sich Personen an Spielplätzen oder Grünanlagen auf.

Überwiegend seien die von den Beamten angetroffenen Personen nicht in vollem Umfang über die Allgemeinverfügung informiert gewesen. "In vielen aufklärenden Gesprächen zeigten sich die Betroffenen nach Information und Belehrung einsichtig", so die Polizei. Auch auf Spielplätzen zeigten sich die Eltern einsichtig.

An Sport-, Basketball- und Skaterplätzen, die überwiegend von Jugendlichen und Heranwachsenden frequentiert werden, seien vereinzelt polizeiliche Platzverweisungen ausgesprochen worden

Gewerbetreibende äußerten nur vereinzelt Unverständnis. In einem Fall habe die Polizei gegen zwei Gäste einer Augsburger Bäckerei mit Cafe-Betrieb Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet müssen. Die beiden 24 und 34 Jahre alten Personen saßen demnach im bewirteten Außenbereich, als – den Anordnungen der Allgemeinverfügung entsprechend – der Gastbetrieb um 15 Uhr eingestellt wurde. Die beiden Besucher weigerten sich allerdings der Aufforderung der Betreiber Folge zu leisten und zeigten sich vollkommen uneinsichtig. Neben der Strafanzeige erhielten sie von den Verantwortlichen ein Hausverbot.

Zur Überwachung der Allgemeinverfügung waren im Zeitraum Mittwoch, 15 Uhr, bis Donnerstag, 8 Uhr, in Nordschwaben knapp 230 Polizeibeamte im Einsatz. (pm)

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