Region: Augsburger Land

Baubeginn am Brunnenplatz in Bobingen

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Freie Mitarbeiterin Ute Blauert aus Bobingen
Zufriedene Gesichter gab es beim Baubeginn. Mit Spaten: Bürgermeister Klaus Förster, die Vorsitzende der Siedlergruppe Ulrike Jürges und Architekt Roman Adrianowytsch (von links).

Im Zentrum der Bobinger Siedlung entsteht ein Gebäude mit Wohnungen und Arztpraxis. Das Bauvorhaben war vom alten Stadtrat auf den Weg gebracht und im Herbst 2020 vom neuen Stadtrat bestätigt worden.

Mitglieder von Siedlergruppe, Stadtrat, Stadtverwaltung, Architekturbüro und Baufirmen trafen sich in der vorigen Woche zum Spatenstich für das lang geplante städtische Bauprojekt zwischen Kirche und Schule in der Bobinger Siedlung. Bürgermeister Klaus Förster führte in seiner Begrüßung aus: „Von Anfang an stand hinter dem Projekt die Idee, älteren Eigenheimbesitzern, denen das Haus zu groß und die Gartenarbeit zu anstrengend wird, neuen Wohnraum in ihrer geliebten Siedlung anbieten zu können, mit kurzen Wegen zu vielen Versorgungseinrichtungen. Daher wird die Stadt bei der Vermietung der Wohnungen solchen Einheimischen den Vorzug geben. Gleichzeitig werden dadurch Eigenheime frei, die für junge Familien attraktiv sind.“ 2020 wurden die Baukosten noch mit 4,4 Millionen Euro veranschlagt, inzwischen wird von 6,22 Millionen ausgegangen. Aufgrund der Bedeutung des Projekts für die Entwicklung der Siedlung entschied sich der Stadtrat für die Weiterverfolgung der Pläne.

13 barrierefreie Wohnungen

Das Bauvorhaben war vom alten Stadtrat auf den Weg gebracht und im Herbst 2020 vom neuen Stadtrat bestätigt worden. In mehreren Gesprächsrunden brachten Stadträte, Bürger und auch Schüler der benachbarten Grundschule ihre Ideen und Wünsche ein, die vom Architekturbüro berücksichtigt wurden. Aus mehreren Vorschlägen wurde ein Vorentwurf ausgewählt, der zwei Gebäudeteile mit Flachdächern vorsieht: einen langen, zweigeschossigen Baukörper gegenüber der Schule und einen viergeschossigen mit quadratischem Grundriss an der Grenzstraße, gegenüber der Kirche. Darin werden 13 barrierefreie Wohnungen und eine Gemeinschaftspraxis für Allgemeinmedizin Platz finden. Die beiden Gebäudeteile werden einen gemeinsamen Eingang mit Aufzug bekommen. Die Wohnungen werden zwei Zimmer mit 40 bis 50 oder drei Zimmer mit rund 70 Quadratmetern haben. Nach Südosten, in Richtung Winterstraße, werden im Erdgeschoss Terrassen, in den oberen Stockwerken recht große Loggien zur Wohnung gehören, wie Architekt Roman Adrianowytsch erklärte. Auf der Seite zur Schule hin wird ein Laubengang am Gebäude entlang führen. In der Grünfläche zwischen Schule und Wohngebäude soll es einen Garten geben, der von Schülern gepflegt wird, und einen zweiten, der denjenigen Bewohnern, die Freude an der Gartenarbeit haben, vorbehalten ist. Auf dem zweigeschossigen Gebäudeteil ist ein Dachgarten vorgesehen, der allen Bewohnern zur Verfügung stehen wird. Auf dem viergeschossigen Gebäude ist die Aufstellung einer Solaranlage geplant. 33 Autostellplätze werden teils überirdisch, teils in einer Tiefgarage liegen.

Der nächste Bürgerworkshop wird am 24. Juni um 16 Uhr in der Aula der Siedlungsschule stattfinden. Alle interessierten Bürger sind eingeladen, hier ihre Ideen und Wünsche für die Neugestaltung des Brunnenplatzes einzubringen.

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