Region: Augsburger Land

Bobingen: Baubeginn an der Wertachstraße

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Freie Mitarbeiterin Ute Blauert aus Bobingen

Beim Spatenstich (hinten von links): Pfarrer Peter Lukas, Projektleiter Jonas Betz, Stadträtin Monika Weigand, Stadtrat Ernst-Hinrich Abbenseth, Kita-Leiterin Claudia Laudenbacher, Stadtbaumeister Rainer Thierbach, Architekt Thomas Glogger, Dritter Bürgermeister Armin Bergmann, Bauunternehmer Michael Dumberger, Bürgermeister Klaus Förster, Stadtrat Johannes Bögler, Stadtrat Herwig Leiter.

Der Spatenstich für eine neue Kita an der Wertachstraße in Bobingen erfolgte Ende vergangener Woche. 136 Kinder werden im Neubau Platz finden.

Diejenigen, die ab dem Frühjahr 2022 das Gebäude nutzen werden, waren begeistert von ihrer Aufgabe: Den Spatenstich für den neuen Kindergarten an der Wertachstraße nahmen nicht nur Erwachsene vor, sondern auch eine Gruppe von Kindern des evangelischen Kindergartens. Mit kleinen Spaten buddelten sie eifrig in der Erde, wo ihr zukünftiges Gebäude gebaut werden soll. Begleitet wurden sie von einigen ihrer Erzieherinnen sowie Claudia Laudenbacher, der Leiterin der evangelischen Kindertagesstätte (Kita). Das bisherige Haus der evangelischen Kita an der Regensburger Allee ist zu klein geworden.

Viele der an Konzeption und Planung Beteiligten waren gekommen, um den Baubeginn zu feiern. Bürgermeister Klaus Förster freute sich, dass er viele Stadträte begrüßen konnte. Wie Förster berichtete, hatten sich Stadtrat und Bauausschuss 14 Mal getroffen, um über den Neubau zu beraten. Träger der neuen Kita wird die evangelische Kirche sein, daher war Pfarrer Peter Lukas zugegen. Gekommen waren Mitarbeiter des mit der Planung beauftragten Architekturbüros „3+architekten glogger.müller.blasi“ und Vertreter der Werbeagentur Massholder-Gutmayer, die das neue Logo der Kita entworfen hat. Carolin Winkler vom Amt für Jugend und Familie des Landkreises war dabei, Mitarbeiter der Stadtverwaltung von Kämmerei, Bauamt und dem Sachgebiet für Kinder und Soziales sowie einige Handwerker der am Bau beteiligten Firmen. Allen gemeinsam war die Freude darüber, dass es nun losgehen konnte mit der Verwirklichung der Pläne. Der Baubeginn hatte sich verzögert, weil die Zusage für Fördergelder, die im Sommer vergangenen Jahres beantragt worden waren, erst im Mai dieses Jahres eintraf, wie Förster erklärte. Er nannte auch die Summen, um die es geht: 6,1 Millionen Euro sind als Baukosten veranschlagt, wovon die Stadt 2,6 Millionen aufbringen muss. Mit rund 2,2 Millionen Euro unterstützt die Regierung von Schwaben das Vorhaben und 1,3 Millionen kommen aus dem „Investitionsprogramm Kinderbetreuung“ des Freistaats. Förster ist sich sicher, dass dies nicht die letzte Kita bleiben wird, die der jetzige Stadtrat auf den Weg bringt. „Denn wir sind eine wachsende Kommune. Und wo ist Geld besser eingesetzt als für unsere Kinder?“, so Förster.

„Ein toller Bau“

In seiner Begrüßung dankte Pfarrer Peter Lukas der Stadtverwaltung für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und zeigte sich glücklich über den großen Bauplatz, den die Stadt zu Verfügung gestellt hat. Er versicherte, dass er und sein Kindergarten-Team noch mehr Sitzungen als der Stadtrat in die Planung des Gebäudes investiert haben, da sie sich mit vielen Details auseinandergesetzt hätten wie etwa jüngst den Bodenbelägen. Er dankte den Archtitekten dafür, dass sie die Wünsche seines Teams in die Planung aufnahmen. „Das wird ein toller Bau“, lautete sein Fazit.

Das geplante Gebäude liegt im Neubaugebiet "Point IV" auf der Südseite der Wertachstraße zwischen der bisherigen Bebauungsgrenze und der Wertachklinik. Es bietet Platz für die Betreuung von 136 Kindern in drei Krippengruppen mit jeweils zwölf Kindern bis drei Jahren sowie vier Kindergartengruppen mit jeweils 25 Kindern von drei Jahren bis zum Schuleintritt. Wie Claudia Laudenbacher im Gespräch erläuterte, sind die Erzieherinnen froh darüber, dass das Gebäude eingeschossig sein wird. Es wird die Form eines Hufeisens bekommen, dadurch entsteht in der Mitte des Hufeisens ein Innenhof. Auf der Westseite wird es einen weiteren großen Außenspielbereich geben. Laudenbacher hat schon den Bau des Kindergartens an der Regensburger Allee miterlebt. Er soll weiter genutzt werden, in welcher Form, wird noch diskutiert. „Der Abschied von diesem schönen Gebäude fällt uns nicht leicht“, sagte sie. Doch das neue Gebäude werde ihre pädagogische Arbeit bestmöglich unterstützen. Es wird genug Platz geben, dass Kinder auch mit den Kindern aus anderen Gruppen zusammen spielen können. Es sind ein Atelier und eine Werkstatt vorgesehen und viele Nischen, in denen die Kinder sich als Entdecker betätigen oder sich zurückziehen können. Das pädagogische Team hatte sich eine Toilette im Außenbereich gewünscht und auch einen Gruppenraum mit 25 Stühlen für Erwachsene, sowohl für das Personal als auch für Veranstaltungen mit Eltern. Beides wurde von den Planern berücksichtigt. Nach dem Spatenstich lud Förster alle Gäste zu einem Imbiss mit „Kaltschale“ bei einem örtlichen Catering-Unternehmen ein.

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