Region: Augsburger Land

Operationen abgesagt, Station geschlossen: Situation an den Wertachkliniken spitzt sich weiter zu

In den Wertachkliniken Bobingen-Schwabmünchen werden aktuell 15 Patienten mit einer schweren SARS-CoV-2-Erkrankung auf den Quarantänestationen behandelt. Fünf weitere Patienten sind auf den Intensivstationen.

Nicht akut notwendige Operationen werden abgesetzt. Station 5 in Bobingen ist vorübergehend geschlossen.

Der Krisenstab der Wertachkliniken hat in einer außerordentlichen Sitzung beschlossen, alle medizinisch nicht akut notwendigen Eingriffe ab dem 15. November für mindestens eine Woche abzusetzen. Das teilten die Kliniken am Freitag in einer Presseerklärung mit.

Bisher wurden nur Eingriffe verlegt, für die eine intensivmedizinische Nachbetreuung vorhersehbar war. „Aufgrund der zunehmenden Belastung durch die zahlreichen Corona-Patienten sehen wir uns jedoch gezwungen, sämtliche elektiven Eingriffe auszusetzen“, erklärt Klinikvorstand Martin Gösele, der umgehend die Chefärzte im Haus, sowie die Belegärzte und Kooperationspartner informierte.

Aktuell werden in den Wertachkliniken 15 Patienten mit einer schweren SARS-CoV-2-Erkrankung auf den Quarantänestationen behandelt. "Weitere fünf Patienten sind auf den Intensivstationen, davon müssen vier beatmet werden", heißt es in der Pressemitteilung. Wegen kurzfristiger Krankheitsausfälle beim medizinischen Personal wurde zudem die Station 5 in Bobingen vorübergehend geschlossen. Die Patienten dieser Station würden weiterhin medizinisch versorgt. „Wir merken, dass die anhaltend hohe Belastung bei unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern deutliche Spuren hinterlässt und die krankheitsbedingten Ausfälle aktuell, auch bedingt durch die Jahreszeit, zunimmt“, erläutert Gösele.

In einem Rundschreiben informierte der Klinikvorstand die Belegschaft. Die betroffenen Patienten bittet er um Verständnis. „Angesichts weiter steigender Zahlen bei den Corona-Infektionen werden diese Maßnahmen vermutlich nur eine kurze Entlastung bieten“, so Gösele. "Aber wir wollen alles dafür tun, um die Belastung für unser medizinische Personal zumindest so weit als möglich zu begrenzen und gleichzeitig die medizinische Notfallversorgung der Bevölkerung in unserer Region weiterhin zu gewährleisten.“ (pm)

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