Region: Augsburger Land

Wertachkliniken starten früher mit Corona-Impfungen

Das Personal in den Notaufnahmen der Wertachkliniken gehört aufgrund des hohen Ansteckungsrisikos zur Gruppe mit der höchsten Priorität. Zu sehen ist Iris Eger, Leiterin der Notaufnahme in Bobingen, die gerade die Impfspritze von ihrer Kollegin Ulrike Krix, Medizinische Fachangestellte in der Endoskopie in Bobingen, verabreicht bekommt.

Mit der ersten Impfstoff-Lieferung sind innerhalb von zwei Tagen 89 Mitarbeiter geimpft worden.

Da der Impfstoff einen Tag früher und in etwas größerer Menge geliefert wurde, als ursprünglich geplant, konnten die Wertachkliniken auch einen Tag früher mit den Impfungen der Mitarbeiter beginnen, nämlich am Neujahrstag. Dabei hatten Beschäftigte mit hohem Ansteckungsrisiko als erstes die Gelegenheit, sich impfen zu lassen. Zu ihnen gehören die Pflegekräfte und Ärzte aber auch Reinigungskräfte und Physiotherapeuten oder Mitarbeiter des Sozialdienstes, die in den Notaufnahmen, auf den Intensivstationen und auf den Corona-Isolierstationen arbeiten.

Dr. Claus Schöler, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie, organisiert und leitet die Impfung entsprechend der Impfverordnung und den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission. „Da die meisten Pflegekräfte variabel eingesetzt werden, gehören sie eigentlich fast alle zur Gruppe mit der höchsten Priorität, während manche von uns Ärzten noch warten müssen“, erklärt er. Er selbst zum Beispiel werde als Chirurg erst später geimpft, weil er ein insgesamt geringeres Ansteckungsrisiko hat. Dennoch will sich Dr. Schöler sobald es geht impfen lassen

Für die Impfungen wurden zwei feste Teams mit jeweils einem Arzt und drei Pflegekräften gebildet. Und trotz des Feiertags sei auch das Interesse der Impfberechtigten groß gewesen, teilten die Wertachkliniken mit. 53 Beschäftigte wurden in der ersten Schicht von 10 bis 15 Uhr geimpft. Alles wurde akribisch dokumentiert und nach 21 Tagen werde dann die zweite Impfung folgen.

„Für uns ist der Impfstoff der große Schritt zur Bekämpfung der Pandemie“, so Klinikvorstand Martin Gösele. „Auch wenn die Bevölkerung von einer Herdenimmunität noch weit entfernt ist, die Corona-Fallzahlen also nicht sofort sinken werden, bietet die Impfung den Beschäftigten in den Wertachkliniken einen guten Schutz vor schweren Verläufen der Erkrankung.“ Mit der ersten Impfstoff-Lieferung wurden innerhalb von zwei Tagen 89 Kollegen geimpft und sobald die nächste Lieferung kommt, wird es weitergehen. Gösele hofft, dass die Wertachkliniken im Laufe dieses Jahres wieder normaler arbeiten können, also mit weniger zusätzlichem Aufwand und Einschränkungen durch die speziellen Corona-Hygienemaßnahmen, ohne die Engpässe aufgrund der hohen Belastung auf den Corona-Stationen und ohne planbare Operationen verschieben zu müssen. (pm)

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