Region: Oberbayern

Rechtsextremistische Graffitis in Dachau: Polizei nimmt 24-Jährige fest

Nachdem die Polizei in Dachau an verschiedenen Stellen rechtsextremistische Graffitis entdeckt hatte, führten sie die Ermittlungen zu einer 24-Jährigen.

Mehrere Graffiti mit rechtsextremistischen Symbolen hat die Polizei zwischen dem 3. und 30. September in Dachau, Hebertshausen und Karlsfeld festgestellt. Darunter war auch ein Hakenkreuz auf dem zur KZ-Gedenkstätte Dachau gehörenden, ehemaligen Schießplatz in Hebertshausen. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat nun eine Tatverdächtige ermittelt.

Nachdem am 30. September rechtsextremistische Zeichen in einem Fahrradparkhaus am S-Bahnhof in Dachau bemerkt worden waren, kamen Beamte der Kripo Fürstenfeldbruck einer 24-jährigen Dachauerin auf die Spur. Eine Anfang Oktober durchgeführte Wohnungsdurchsuchung erbrachte weiteres Beweismaterial.

Die junge Frau stehe im Verdacht, in sechs Fällen rechtsextremistische Schmierereien an mehreren Orten im Landkreis Dachau aufgesprüht zu haben, teilt die Polizei mit. Der dabei entstandene Sachschaden wird auf rund 4000 Euro geschätzt. In ihrer Vernehmung räumte die 24-Jährige die ihr vorgehaltenen Taten teilweise ein. Das genaue Motiv für die Graffitis ist bislang unklar. Nach Ende der polizeilichen Maßnahmen wurde sie wieder entlassen.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck, insbesondere die Auswertung des aufgefundenen Beweismaterials sowie die Vernehmungen weiterer Zeugen, dauern an.

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