Region: Augsburger Land

Kaufen, tauschen, stöbern im Umweltzentrum Kreppen: Pflanzen- und Saatgutbörse trotz Corona

Freier Mitarbeiter Jutta Kaiser aus Neusäß
Beate und Lisa Wagner aus Rommelsried freuten sich, mit Anbieterin Ingrid Müller fachsimpeln zu können.

Die Pflanzen- und Saatgutbörse im Umweltzentrum Kreppen konnte trotz Corona stattfinden.

Pflanzenfreunde waren jetzt eingeladen, unter Einhaltung aller gebotenen Hygienemaßnahmen einen Gang entlang von 24 Ständen der Pflanzen- und Saatgutbörse über das weitläufige Gelände des Umweltzentrums in Kreppen zu machen. Zahlreiche Gartenfreunde waren gekommen, um sich mit jungen Pflänzchen, außergewöhnlichem Saatgut oder Honig einzudecken.

„Es haben sich deutlich mehr Anbieter als sonst angemeldet. Viele der gewerblichen Anbieter hatten in der vergangenen Zeit Schwierigkeiten ihre Ware überhaupt anbieten zu können und freuen sich nun umso mehr über diese Gelegenheit im Freien“, erklärte Veranstalterin Anna Röder vom Umweltzentrum in Kreppen. Aber auch Angebote verschiedener privater Gartenbesitzer, die außergewöhnliche Pflanzen und Saaten zum Kauf und Tausch anboten, wurden sehr geschätzt. Wer jetzt im Frühling sät und im Sommer erntet, der blickt optimistisch in die Zukunft und denkt nicht immer nur an Corona, sah Röder zudem eine positive Haltung im vielfältigen Interesse der zahlreichen Besucher. Und diese ließen sich nicht lange bitten und informierten sich neben Jungpflanzen, Saatgutraritäten, alte und rare Kartoffelsorten auch hinsichtlich der tierischen Mitbewohner ihrer Gärten über Nistkästen und Insektenhotels und deckten sich mit Honig und Hanfprodukten beim Imker aus Lauterbach ein.

Auch wenn der Eventcharakter vorheriger Pflanzen- und Saatgutbörsen in diesen Zeiten weichen musste und die Pflanzen- und Saatgutbörse eher einem gemütlichen Samstagsmarkt glich, so kam das Umweltzentrum mit vielfältigen Infoständen des Naturparks Westliche Wälder, zu Kräuterkunde und Herstellung von Kräuterblütenköstlichkeiten oder mit Wissenswertem zum Leben der Bauern in der Steinzeit, seinem Bildungsauftrag nach. Zum Leidwesen der Kinder konnten sie diesmal nicht, wie gewohnt, das Bastelangebot der Naturhelden, die ihre Heimat im Umweltzentrum haben, wahrnehmen. Doch diese haben natürlich an sie gedacht und für sie Seedbombs und plastikfreie Anzuchttöpfchen zum Mitnehmen vorbereitet.

Sabine Schmidt aus Neusäß, die persönlich eng mit dem Bund Naturschutz und dem Gartenbauverein verbunden ist, fand es einfach nur wunderbar. An der frischen Luft und mit FFP2 Masken habe sie auch keine Angst, über das Gelände zu bummeln. Dies bestätigten auch Beate und Lisa Wagner aus Rommelsried, die sich nach besonderen Tomatensamen umsehen wollten. Unter immerhin 500 verschiedenen angebotenen Sorten sollten sie sicher fündig geworden sein. Auch das Pärchen Julia und Jerome aus Stadtbergen freute sich über einen gemeinsamen Spaziergang von Stand zu Stand. Sie suchten nach Gemüsesorten für das Treibhaus und neue Inspirationen. „Echt schön hier draußen“, lobten jedenfalls die Besucher durchwegs. (jkw)

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